Abstiegskampf: GC holt Punkt und liegt doch am Boden


Roman Spirig
Sport / 31.03.19 18:51

Die Grasshoppers holten beim 1:1 im Heimspiel gegen Lugano zwar den ersten Punkt unter dem neuen Trainer Tomislav Stipic, doch zufrieden waren sie am Ende nicht. Die Kunde vom späten Siegestor von Neuchâtel Xamax macht ihre Situation noch kritischer.

Abstiegskampf: GC holt Punkt und liegt doch am Boden (Foto: KEYSTONE / MELANIE DUCHENE)
Abstiegskampf: GC holt Punkt und liegt doch am Boden (Foto: KEYSTONE / MELANIE DUCHENE)

Rund 30 Minuten lang zeigten die Grasshoppers die beste Leistung seit vielen Wochen. Sie gingen erstmals seit über vier Monaten wieder einmal in Führung und sie holten immerhin zum zweiten Mal in der Rückrunde einen Punkt. Doch als Schiedsrichter Stephan Klossner die Partie abpfiff, lagen sie doch geschlagen am Boden. Weil Konkurrent Neuchâtel Xamax in der Nachspielzeit gegen Thun noch zum 3:2-Sieg kam, beträgt der Rückstand von GC auf den 9. Platz nun schon sechs Punkte. Und man fragt sich, wie die Zürcher dieses Handicap noch abtragen wollen. Es bleiben ihnen dafür zehn Spiele. In den letzten zehn Runden holten sie ganze zwei Pünktchen.

Immerhin aber zeigte GC einen Aufwärtstrend - zumindest so lange die Kräfte reichten. Die Rückkehr in die Startformation von Innenverteidiger Nathan, und der erste Einsatz in dieser Saison von Mittelfeldspieler Marko Basic gaben dem Spiel der Zürcher mehr Substanz, klarere Konturen und eine bessere Organisation. Und schon in der 13. Minute war der Österreicher Marco Djuricin erfolgreich: Aus 25 Metern bezwang er Luganos Torhüter Noam Baumann mit einem nicht unhaltbaren Schuss. Der Treffer war der Lohn für eine aggressive und kämpferische Startphase des Rekordmeisters.

Doch so gut die Grasshoppers begonnen hatten, so sehr liessen sie später nach. Noch vor der Pause mussten sie den Ausgleich durch Carlinhos zulassen (45.). Dabei liess Torhüter Heinz Lindner den Ball nach einem Schuss von Jonathan Sabbatini nach vorne abprallen. Ausgerechnet Lindner verhinderte die GC-Pausenführung; er war in den letzten Wochen der einzige bei GC gewesen, der zuverlässig gute Leistungen gezeigt hatte.

Das Gegentor war für die Grasshoppers offenbar ein Knackpunkt. Nach der Pause waren sie kaum noch gefährlich, und es war erstaunlich, wie sehr die Kräfte beim Heimteam schwanden. Lugano kam dergestalt zu vielen Chancen. Allein zwischen der 57. und 67. Minute hatten die Tessiner vier hochkarätige Gelegenheiten für einen zweiten Treffer. Und vier Minuten vor dem Ende rettete Lindner den einen Punkt für GC. Nach einem abgelenkten Schuss von Armando Sadiku wehrte der Österreicher den Ball mit dem Fuss bravourös in Corner. "Immerhin war es wieder einmal ein Punkt", so Lindner. Im Abstiegskampf und an diesem Sonntag war dies für GC aber zu wenig.

(sda)


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