Arbeitsgruppe "Rebound" überwacht Corona-Lage in Ausserrhoden


News Redaktion
Schweiz / 07.07.20 11:35

In Appenzell Ausserrhoden befinden sich derzeit vier Personen wegen Erkrankung am Coronavirus in Isolation. Weitere 13 Personen sind in Quarantäne. Zur Überwachung der Lage hat die Regierung die Arbeitsgruppe "Rebound" eingesetzt.

Die Grafik zeigt die von den Kantonen bestätigten Fälle von Corona-Infektionen am 6. Juli. (FOTO: KEYSTONE/GERHARD RIEZLER)
Die Grafik zeigt die von den Kantonen bestätigten Fälle von Corona-Infektionen am 6. Juli. (FOTO: KEYSTONE/GERHARD RIEZLER)

Die Arbeitsgruppe steht unter der Führung des Leiters des Amts für Gesundheit, Franz Bach, wie die Kantonskanzlei am Dienstag mitteilte. Sie hat die Aufgaben des kantonalen Führungsstabs übernommen, der am 19. Juni aufgelöst wurde.

Rebound wird aktiv, wenn in Ausserrhoden Covid-19-Infektionen gehäuft auftreten, beispielsweise in Schulen, Institutionen, Unternehmen oder bei Veranstaltungen. Die Arbeitsgruppe hat die Kompetenz, je nach Situation schnell zu handeln. Sie stellt auch die Verbindung zu den Nachbarkantonen sicher.

Anfang Juli hat die Lungenliga St. Gallen-Appenzell das Contact-Tracing in Ausserrhoden und St. Gallen übernommen. Aktuell stehen 17 Personen dafür im Einsatz. Die Lungenliga rekrutiere derzeit zusätzliche Personen, um für eine negative Entwicklung gerüstet zu sein, heisst es.

Bisher gab es in Ausserrhoden total 104 bestätigte Fälle von Coronainfektionen. 29 Personen mussten hospitalisiert werden, drei Personen starben. Aktuell befinden sich vier Erkrankte in Isolation und eine Person im Spital. 13 Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten, stehen unter Quarantäne.

Die Ausserrhoder Regierung ist laut Communiqué besorgt, dass das, was durch den Lockdown erreicht wurde, durch sorgloses Verhalten und durch das Nichteinhalten der Regeln wieder verspielt wird. Die Regierung appelliere an die Bevölkerung, ihre Eigenverantwortung wahrzunehmen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Mindestens fünf Todesfälle bei Überschwemmungen in Griechenland
International

Mindestens fünf Todesfälle bei Überschwemmungen in Griechenland

Wärmegewitter mit schweren Regenfällen haben am frühen Sonntagmorgen mindestens fünf Menschen in Griechenland das Leben gekostet. Die Opfer sind nach Angaben des Zivilschutzes ein Kleinkind und vier Erwachsene. "Zudem werden zwei Menschen vermisst", sagte der Chef des Zivilschutzes, Nikos Chardalias, im Staatsfernsehen.

Simon Dörig neu für Luzerner Gymnasien zuständig
Regional

Simon Dörig neu für Luzerner Gymnasien zuständig

Simon Dörig übernimmt die Leitung der Dienststelle Gymnasialbildung des Kantons Luzern. Er löst auf den 1. Februar 2021 Aldo Magno ab, der die Leitung der Dienststelle Volksschulbildung übernimmt, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.

Türkische Lira fällt auf Rekordtief
Wirtschaft

Türkische Lira fällt auf Rekordtief

Die Talfahrt der türkischen Währung geht weiter. Nachdem die türkische Lira bereits in der vergangenen Woche Tiefstände erreicht hatte, markierte der Kurs zum Wochenauftakt Rekordtiefs im Handel mit dem US-Dollar und dem Euro.

Toter bei Protesten - Zweifel an Wahl in Belarus
International

Toter bei Protesten - Zweifel an Wahl in Belarus

Bei Demonstrationen gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Alexander Lukaschenko in Belarus ist es am Montagabend zu Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt Minsk kam dabei ein Demonstrant ums Leben. In der Hand des Mannes sei ein Sprengsatz explodiert, den er auf Spezialeinheiten der Polizei habe werfen wollen, teilten die Behörden in Minsk mit.