Bern verwertet ersten Matchpuck. Zug zum 4. Mal Vize


Christian Zweifel
Sport / 20.04.19 22:49

Der SC Bern ist zum dritten Mal in den letzten vier Jahren und zum insgesamt 16. Mal Schweizer Meister. Das Team des nun zweifachen Meistertrainers Kari Jalonen gewann das fünfte Spiel des Playoff-Finals 2:1 und entschied die Serie damit mit 4:1 Siegen für sich.

Bern verwertet ersten Matchpuck. Zug zum 4. Mal Vize (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Bern verwertet ersten Matchpuck. Zug zum 4. Mal Vize (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Bern packte gleich die erste Gelegenheit und nützte den ersten von drei Matchpucks aus. Gaëtan Haas (8.) und Eric Blum (38.) hiessen die Torschützen für den den SCB in diesem letzten Spiel der Saison 2018/2019. Für Blum, der zuvor bereits den Assist zur Führung gegeben hatte, war es der erste Treffer in diesen Playoffs. Zug hatte vor Blums Meisterschuss durch Lino Martschini zwischenzeitlich noch einmal ausgeglichen, am Ende rannten sie aber vergeblich dem Rückstand hinterher.

Cupsieger Zug musste sich auch in dieser Partie nicht viel vorwerfen lassen, auch wenn mit Garrett Roe der Antreiber und Topskorer fehlte. Offiziell war er abwesend, wie der EVZ vor der Partie mitteilte, offenbar ist Roe aber angeschlagen. Anders ist seine Absenz nicht zu erklären. Es gab keinen Grund, grundlos auf den wichtigsten Spieler sowie den Lenker des Powerplays zu verzichten.

Am Ende musste Zug aber anerkennen, dass Bern in diesem Final eine Spur abgeklärter war und in Genoni einen überragenden Torhüter in seinen Reihen hatte. Diesbezüglich dürfen die Zentralschweizer zuversichtlich in die Zukunft blicken, ab der kommenden Saison spielt Genoni in ihren Farben. Vorerst aber verabschiedete sich der Zürcher mit seinem zweiten Meistertitel aus der Schweizer (Sport-)Hauptstadt.

Der Qualifikationssieger überzeugte auch im fünften Finalspiel noch einmal mit einer überaus abgeklärten Leistung. Dank der kompakten Defensive fanden die Zuger auch in dieser Partie kein Rezept gegen diese erfahrene Berner Mannschaft.

Zugs Trainer hatte mit einem Wechsel auf der Center-Position versucht, den formstarken Gaëtan Haas zu stoppen, und liess Sven Senteler anstelle von Yannick-Lennart Albrecht gegen den Doppeltorschützen der vierten Partie antreten. Die Massnahme half insofern nicht, dass Haas dieses Mal im Powerplay traf. Haas erzielte in den letzten drei Partien vier Treffer und ist damit der Topskorer dieses Finals.

Die 1:0-Führung für die Berner nach 20 Minuten war verdient. Zug spielte nicht mehr ganz mit derselben Energie wie noch am Donnerstag, Bern hatte mehr vom Spiel und verzeichnete auch deutlich mehr Abschlüsse. Es benötigte einen Fehler von Leonardo Genoni, dass Zug wieder in die Partie fand. 35 Sekunden nach der ersten Pause liess er einen Schuss von Raphael Diaz abprallen, Lino Martschini profitierte und glich zum 1:1 aus.

Die Zuger nützten den Schwung und schossen nach knapp 32 Minuten einen zweiten Treffer (wieder nach einem Fehler von Genoni), der aber nicht zählte, weil der Aktion ein Offside voraus gegangen war. Und als eine gute Minute vor der zweiten Pause Eric Blum von der Blauen Linie einmal abzog, lag Bern plötzlich vorne - zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt.

Obwohl Zug noch einmal alles versuchte und Jalonen sich nach 48 Minuten genötigt sah, sein Timeout zu nehmen, verteidigte der SCB die Führung mit Erfolg. Noch einmal zog er seinen defensiven Riegel auf, noch einmal musste Genoni sein ganzes Können demonstrieren. Bevor er sich um 22.12 Uhr im Knäuel einer Teamkollegen zum Meisterjubel wiederfand, machte er seinen Fehler beim Ausgleich mehr als wieder gut.

(sda)


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