Coronavirus: Südkorea verschärft Einreisekontrollen für Ausländer


News Redaktion
International / 08.04.20 06:48

Aus Sorge vor einer Zunahme importierter Fälle von Corona-Infektionen will Südkorea die Einreisebestimmungen weiter verschärfen. Dies kündigte Premierminister Chung Sye Kyun am Mittwoch an.

Aus Sorge vor Ansteckungen mit dem Coronavirus schottet sich Südkorea vom Ausland weiter ab. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/Lee Ji-eun)
Aus Sorge vor Ansteckungen mit dem Coronavirus schottet sich Südkorea vom Ausland weiter ab. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/Lee Ji-eun)

Demnach würden sogenannte Visa-Waiver-Programme mit Ländern für ein visumfreies Reisen vorläufig auf Eis gelegt. Auch sollen keine neuen Visa für Staatsbürger aus den Ländern ausgestellt werden, die wegen der Pandemie die Einreise von Besuchern aus Südkorea verbieten. Eine formale Entscheidung darüber solle später bekanntgegeben werden, hiess es. Welche Länder genau betroffen sind, war zudem zunächst unklar.

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Südkorea ist in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen. Sorgen bereitet den Behörden jedoch weiter neben lokalen Häufungen von Fällen der Zustrom von ankommenden Passagieren aus dem Ausland, die mit dem Virus infiziert sind. Die Mehrheit von ihnen sind allerdings Südkoreaner, die aus Angst vor einer Ansteckung aus Ländern zurückkehren, in denen sich das Virus rasch ausbreitet. Alle Ankommenden aus den USA und Europa müssen sich in zweiwöchige Quarantäne begeben.

Als positives Signal werteten die Gesundheitsbehörden unterdessen, dass die Zahl der Neuinfektionen im Land drei Tage nacheinander bei nur etwa 50 gelegen habe. Am Dienstag seien 53 Fälle hinzugekommen, nach jeweils 47 an den beiden Tagen davor. Die Gesamtzahl stieg auf 10 384. Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit Covid-19 kletterte um acht auf 200. In Südkorea hatte sich bereits im März nach dem Höhepunkt Ende Februar mit mehr als 900 Infektionsnachweisen innerhalb eines Tags ein deutlicher Abwärtstrend eingestellt. Das Land gilt wegen seines rigiden Testprogramms mittlerweile als Vorbild für die Bekämpfung des Coronavirus.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Klima-Aktivisten fordern Krisenaktionsplan
Schweiz

Klima-Aktivisten fordern Krisenaktionsplan

Klima-Aktivisten haben einen Krisenaktionsplan erarbeitet. Damit sollen die Massnahmen zur Corona-Krise klimagerecht gestaltet werden.

Leere Strassen wegen Coronavirus: Raser und Poser in Schaffhausen
Schweiz

Leere Strassen wegen Coronavirus: Raser und Poser in Schaffhausen

Die leeren Strassen während der Corona-Pandemie haben manchen Autofahrer zum Rasen und Posen animiert, auch in Schaffhausen. Die Zahl der Anzeigen stieg deutlich.

Urner Gemeinden dürfen wieder Gemeinde-versammlungen durchführen
Regional

Urner Gemeinden dürfen wieder Gemeinde-versammlungen durchführen

Im Kanton Uri dürfen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wieder versammeln, um über die Geschicke ihrer Gemeinde zu bestimmen. Der Regierungsrat hat entschieden, dass Gemeindeversammlungen unter Auflagen wieder erlaubt sind, wie er am Dienstag mitteilte.

Im Kanton Zürich wird nur noch ein Patient künstlich beatmet
Schweiz

Im Kanton Zürich wird nur noch ein Patient künstlich beatmet

Im Kanton Zürich hat es seit Freitag fünf neue bestätigte Coronavirus-Fälle gegeben. Damit stieg die Zahl der registrierten Fälle bis Montagnachmittag auf 3597.