FCL gewinnt gegen FCZ und damit das Duell um Europa?


Roman Spirig
Sport / 22.05.19 22:43

Der FC Zürich spielt nächste Saison wohl nicht europäisch. Er verliert beim FCL 0:3 und nimmt den letzten Spieltag am Samstag von Position 8 aus in Angriff. Luzern steht zum richtigen Zeitpunkt erstmals in dieser Saison auf dem 3. Platz.

FCL gewinnt gegen FCZ und damit das Duell um Europa? (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
FCL gewinnt gegen FCZ und damit das Duell um Europa? (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Befreit von den letzten Barrage-Ängsten und mit den Europacup-Plätzen in Reichweite präsentierte sich der zuvor zweimal in Folge siegreiche FCZ wieder von seiner schwachen Seite. Beim FC Luzern, der dank zwölf Punkten aus den letzten fünf Spielen und dem Punktverlust von Lugano bei Xamax auf den 3. Platz sprang, brachte er 90 Minuten lang wenig Zusammenhängendes zustande und verlor auch wegen defensiver Unzulänglichkeiten in dieser Höhe verdient. Ruben Vargas traf doppelt für die Luzerner, dazu lenkte der wiederholt indisponierte und früh ausgewechselte Mirlind Kryeziu eine Flanke von Blessing Eleke ins eigene Tor ab.

Vor dem letzten Spieltag ist die direkte Qualifikation (Platz 3) für den FCZ nur noch theoretisch zu erreichen. Auch die Wahrscheinlichkeit, sich noch auf Platz 4 oder 5 zu hieven, ist nicht mehr gross. Die Zürcher brauchen am Samstag zuhause gegen St. Gallen einen Sieg und gleichzeitig Mithilfe der Konkurrenz. Sion und Thun müssten Unentschieden spielen oder GC in Lugano gewinnen.

Bei der diskussionslosen Auswärtsniederlage in der Zentralschweiz boten die Zürcher wenig Anschauliches. Ehe sich Trainer Ludovic Magnin nach 37 Minuten genötigt sah, seinen Matchplan über den Haufen zu werfen, hatten sie sich einen frühen Rückstand eingehandelt und noch in der ersten halben Stunde den zweiten Gegentreffer zugelassen. Dazu mussten sie noch in der ersten Viertelstunde den verletzten Stürmer Assan Ceesay auswechseln. Zur Halbzeit lag der FCZ 0:2 hinten, hatte er zweimal gewechselt und einmal das System gewechselt.

Besserung brachte die Herausnahme des beim 0:2 zu passiven Innenverteidigers Kryeziu höchstens marginal. Sechs Minuten nur dauerte es in der zweiten Halbzeit bis zum dritten Gegentreffer, bei dem Passgeber Marvin Schulz auf der rechten Seite und Doppeltorschütze Ruben Vargas in der Mitte jede Menge Freiheiten genossen. Möglicherweise spielten bei den Schwierigkeiten Abstimmungsprobleme der neu formierten Innenverteidigung eine Rolle. Andererseits brachte sich der Gegner mit guter Effizienz in seine günstige Position. Das 1:0 nach einem Effort von Tsiy Ndenge war die erste Torchance, das 2:0 die dritte. Das klare Ergebnis erlaubte es Luzerns Trainer Thomas Häberli, dem abtretenden langjährigen Captain Claudio Lustenberger mit einer Einwechslung einen würdigen Abschied zu geben.

(sda)


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