Glück für Helikopter-Flugschüler bei Draht-Kollision in Kaltbach


Roman Spirig
Regional / 09.01.20 16:27

Ein Flugschüler ist in Kaltbach mit einem Helikopter beim Üben eines Durchstarts über einem Feld in einen Draht geflogen. Der Fluglehrer übernahm das Steuer und konnte sicher landen. Die beiden Insassen blieben unverletzt, am Helikopter entstand leichter Schaden.

Glück für Helikopter-Flugschüler bei Draht-Kollision in Kaltbach
Glück für Helikopter-Flugschüler bei Draht-Kollision in Kaltbach

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) spricht in ihrem jüngsten Bericht zur Kollision von einem "schweren Vorfall", der sich bereits am 1. Juli 2019 ereignet hatte. Der 20-jährige Schüler war zur Erlangung der Privatpilotenlizenz für Helikopter in Beromünster gestartet.

Ziel war es, auf einem Platz in der Ebene südwestlich von Kaltbach eine Autorotation zu trainieren, also die Drehung des Hauptrotors nur durch den Fahrtwind. Man habe vorgängig den Platz auf mögliche Hindernisse hin untersucht bei einem Rekognoszierungsflug. In einer Höhe von drei bis fünf Metern über dem Boden leitete der Pilot einen Durchstart ein, als ein leichter Schlag zu verspüren war.

Die beiden Piloten dachten zuerst an einen Vogelschlag, worauf der Fluglehrer sofort die Steuer übernahm und umgehend auf dem nächsten Feld landete und den Motor abstellte. Lehrer und Schüler stellten bei der Kontrolle fest, dass der Helikopter an der Abdeckung des Hauptrotormasts, an den Steuerstangen sowie an der Frontscheibe links und rechts verkratzt war.

Wie sich nach der Kollision herausstellte, war auf rund vier Metern Höhe eine Art Viehhüterdraht über das Landefeld gespannt. Ein solches Überspannen zum Bewirtschaften von Feldern mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist laut der Sust erlaubt und durchaus üblich.

Für Aussenlandungen stellten die Drähte jedoch eine grosse Gefahr dar, da sie auch bei der Rekognoszierung kaum erkennbar seien. Der Sust-Bericht habe zum Ziel, dass aus dem vorliegenden Zwischenfall etwas gelernt werden kann.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Kraftwerk Göschenen profitiert vom vielen Schmelzwasser
Wirtschaft

Kraftwerk Göschenen profitiert vom vielen Schmelzwasser

Die Kraftwerk Göschenen AG hat im Geschäftsjahr 2018/2019 450 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, fünf Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Möglich machten dies die Schneeschmelze und die starken Regenfälle im Sommer.

UBS hat bis jetzt Kredite von 1,8 Milliarden Franken vergeben
Schweiz

UBS hat bis jetzt Kredite von 1,8 Milliarden Franken vergeben

Die Grossbank UBS hat im Zuge der finanziellen Unterstützung von Schweizer Unternehmen wegen der Coronakrise bisher 23'000 Anträge im Umfang von 1,8 Milliarden Franken gesprochen. Die Kredithöhe betrug laut Konzernchef Sergio Ermotti im Schnitt 200'000 Franken.

Inder entzünden Kerzen und Lichter in der Nacht
International

Inder entzünden Kerzen und Lichter in der Nacht

Als Zeichen gegen die Dunkelheit in der Coronavirus-Krise haben Menschen vielerorts in Indien nachts Lichter entzündet. In Indien herrscht eine dreiwöchige Ausgangssperre.

Irans Präsident fordert globale Zusammenarbeit gegen Coronavirus
International

Irans Präsident fordert globale Zusammenarbeit gegen Coronavirus

Irans Präsident Hassan Ruhani hat in einem Telefonat mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron zu einem international abgestimmten Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. Dies geht aus Angaben von Ruhanis Büro vom Montagabend hervor.