Grossbrand: Sturmböen fachen Flammen in Zürcher Weiler an


Roman Spirig
Regional / 10.02.20 17:49

Der Weiler Unterer Wolfsberg im zürcherischen Bauma ist heute Montagmorgen bei einem Grossbrand komplett zerstört worden. Sturmböen hatten das Feuer stark angefacht. Sieben Menschen verloren das Obdach, ein Dutzend Tiere starben.

Grossbrand: Sturmböen fachen Flammen in Zürcher Weiler an (Foto: KEYSTONE /  / )
Grossbrand: Sturmböen fachen Flammen in Zürcher Weiler an

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von Schutz&Rettung Zürich brannte zwar erst eine Scheune lichterloh, wie die Kantonspolizei mitteilte. Wegen des Windes standen aber innert kurzer Zeit - bis auf einen kleinen Stall - sämtliche fünf Gebäude des Weilers in Flammen. Bei drei Gebäuden handelte es sich um Wohnhäuser mit angebauten Ställen.

Weil das Wasser in den Löschfahrzeugen nicht ausreichte, musste die Feuerwehr über mehrere Kilometer Wasserleitungen legen, um den Grossbrand zu bekämpfen. Zudem kämpften die Feuerwehrleute gegen herumfliegende Dachziegel und starken Funkenflug, wie Polizeisprecher Ralph Hirt gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Der Einsatz sei gefährlich gewesen.

Aufgrund des starken Windes konnte selbst das Aufgebot mehrerer Feuerwehren das Niederbrennen des Weilers nicht verhindern. Durch Funkenflug entzündeten sich zudem im nahegelegenen Wald weitere Feuer, die gelöscht werden mussten.

Die Bewohner konnten alle rechtzeitig evakuiert werden. Wie viele der sieben Bewohner zum Brandzeitpunkt zu Hause waren, ist nicht bekannt. Klar ist, dass drei Personen Anzeichen auf eine Rauchgasvergiftung zeigten. Sie wurden vor Ort medizinisch betreut und konnten anschliessend entlassen werden.

Dank dem sofortigen Eingreifen von Anwohnern und den ersten Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr konnte der Grossteil des Viehs, hauptsächlich Rinder, gerettet werden. Zwei Kälber erlitten Brandverletzungen und wurden ins Tierspital gefahren. Ein Schaf, zwei Ziegen sowie zehn Gänse und Truthühner überlebten nicht.

Im Einsatz standen nebst der Kantonspolizei mehrere Feuerwehren aus Zürich und dem Zürcher Oberland, ein Regahelikopter, eine Grosstierambulanz und ein Careteam.


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Virus-Tests von Bundesliga-Spielern problematisch
Sport

Virus-Tests von Bundesliga-Spielern problematisch

Der deutsche Virologe Ulf Dittmer sieht für einen möglichen Wiederbeginn der Fussball-Bundesliga mit regelmässigen Corona-Tests für die Spieler Probleme.

Feuerwehr muss 400-Meter-Leitung zu brennendem Baumstrunk legen
Schweiz

Feuerwehr muss 400-Meter-Leitung zu brennendem Baumstrunk legen

In Tamins im Kanton Graubünden ist in der Nacht auf Samstag ein Wurzelstock aus unbekannten Gründen in Brand geraten. Die Feuerwehr musste erst eine Druckleitung von rund vierhundert Metern Länge legen, um das Löschwasser vor Ort bringen zu können.

Wirtschaft

"Corona"-Bierbrauer stellt Produktion vorübergehend ein

Der Hersteller der Biermarke "Corona" in Mexiko darf wie viele andere Unternehmen des Landes vorübergehend nicht weiter produzieren. Die Brauerei Grupo Modelo fährt derzeit ihre Produktion herunter und stellt sie am Sonntag erst mal ganz ein.

Australien kaum von Coronavirus betroffen - weniger Neuinfektionen
International

Australien kaum von Coronavirus betroffen - weniger Neuinfektionen

In Australien deutet ein anhaltender Rückgang bei den Neuinfektionen auf eine Verlangsamung der Coronavirus-Ausbreitung. Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg binnen 24 Stunden bis zum Sonntagmorgen um 181 auf 5635, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.