Gut für die Nati! WM statt Stanley-Cup-Final für Nino Niederreiter


Roman Spirig
Sport / 17.05.19 11:52

Nino Niederreiter und die Carolina Hurricanes scheiterten in den Playoff-Halbfinals der NHL an den Boston Bruins. Carolina kassierte ein 0:4 im vierten Spiel und verlor die Serie ebenso mit 0:4.

Gut für die Nati! WM statt Stanley-Cup-Final für Nino Niederreiter (Foto: KEYSTONE / AP / GERRY BROOME)
Gut für die Nati! WM statt Stanley-Cup-Final für Nino Niederreiter (Foto: KEYSTONE / AP / GERRY BROOME)

Für den sechsfachen Stanley-Cup-Gewinner Boston traf Luganos einstiger Lockout-Spieler Patrice Bergeron im Heimspiel der Hurricanes doppelt. Bostons Toplinie mit Brad Marchand, David Pastrnak und Bergeron erzielte in Spiel 4 alle Tore und kam total auf acht Punkte. Das Trio zeichnete für 22 der 57 Tore der Bruins in den bisherigen Playoffs verantwortlich.

Für die Boston Bruins ist es die erste Finalteilnahme seit 2013 und der 20. Vorstoss in die Endausmarchung um den Stanley Cup insgesamt. Dort treffen sie entweder auf die San Jose Sharks mit Timo Meier oder die St. Louis Blues. Die Kalifornier lagen in der Serie nach drei Spielen 2:1 voraus.

Die als Underdog in die Playoffs gestarteten Hurricanes können dennoch mit breiter Brust auf ihren Lauf zurückblicken. In der ersten Playoff-Runde hatten sie mit den Washington Capitals den Titelverteidiger ausgeschaltet und sich danach ihrerseits mit einem Sweep gegen die New York Islanders durchgesetzt.

"Boston spielte eine grossartige Serie gegen uns und war einfach besser, vorab in den Spezialsituationen", anerkannte Carolinas Jordan Staal. Bei den Bruins figurierte der verletzte Captain Zdeno Chara auf der Liste überzähligen Spieler für Spiel 4. Der 42-jährige slowakische Abwehr-Gigant (2,06 m) soll aber im Final wieder einsatzfähig sein.

Nino Niederreiter, der in 15 Playoff-Spielen für Carolina ein Tor und drei Assists verbuchte, dürfte nun als Nachrücker zum Schweizer Nationalteam an die WM in der Slowakei stossen. Der Bündner hat Nationaltrainer Patrick Fischer nach dem Playoff-Out seine Zusage für die WM zugesichert. Sofern er die Freigabe seines Klubs erhält, wird Niederreiter am Montag in Bratislava eintreffen. Der Churer Stürmer wäre am Dienstag im letzten Vorrundenspiel der Schweiz gegen Tschechien ein erstes Mal einsetzbar.

Für die Schweiz wäre Niederreiter eine weitere Top-Verstärkung. Er gewann 2013 und 2018 WM-Silber mit der Schweiz. Dabei war er vorab vor einem Jahr als unerschrockener Vorkämpfer mit viel Wasserverdrängung in der Offensive ein absoluter Teamleader.

(sda)


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