Haftstrafen für drei Angeklagte in G20-Prozess in Hamburg


News Redaktion
International / 10.07.20 11:48

Im Zusammenhang mit Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 hat das Landgericht der norddeutschen Stadt am Freitag drei der fünf Angeklagten zu Haftstrafen verurteilt.

ARCHIV - Die eingeschlagene Scheibe eines Autos im Hamburger Stadtteil Altona. Foto: Friso Gentsch/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Friso Gentsch)
ARCHIV - Die eingeschlagene Scheibe eines Autos im Hamburger Stadtteil Altona. Foto: Friso Gentsch/dpa (FOTO: Keystone/dpa/Friso Gentsch)

Ein 24-Jähriger aus Frankreich wurde wegen schweren Landfriedensbruchs in Tateinheit mit Beihilfe zur Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig gesprochen. Er bekam drei Jahre.

Ein 26-Jähriger aus Deutschland erhielt ein Jahr und fünf Monate Haft auf Bewährung, ein 24-Jähriger eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Die beiden anderen, zwei junge Männer aus Deutschland im Alter von 20 Jahren, müssen wegen Landfriedensbruchs Arbeitsleistungen erbringen.

Die Staatsanwaltschaft hatte deutliche härtere Strafen zwischen zweieinhalb und fast fünf Jahren gefordert. Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.

Die Angeklagten waren nach Überzeugung der Jugendkammer unter den rund 220 schwarz Vermummten, die am Morgen des 7. Juli 2017 über die vornehme Elbchaussee zogen. Aus dem Aufzug heraus wurden Autos und Gebäude angezündet, zahlreiche Scheiben eingeschlagen und Häuser mit Farbe beschmiert.

(sda)


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