Hotel statt Bürogebäude bei der Villa Wiesental


Roman Spirig
Wirtschaft / 06.04.20 12:45

Die Pensionskasse Stadt St. Gallen kann die weiteren Planungen rund um die Villa Wiesental an die Hand nehmen. Der Sondernutzungsplan ist rechtskräftig. Neben der renovierten Villa soll anstelle eines Bürogebäudes ein neues Hotel entstehen.

Hotel statt Bürogebäude bei der Villa Wiesental (Foto: KEYSTONE /  / Nic Wertenbroek)
Hotel statt Bürogebäude bei der Villa Wiesental (Foto: KEYSTONE / / Nic Wertenbroek)

Die Villa Wiesental liegt auf dem Areal Bahnhof Nord. Sie soll schon seit mehreren Jahren renoviert werden. Der St. Galler Stadtrat sprach sich im Herbst 2017 dafür aus, die Villa zu erhalten. Vor einem Jahr erwarb die Pensionskasse der Stadt St. Gallen die Liegenschaft. Sie plante dort neben der Renovation der Villa auch die Erstellung eines mehrgeschossigen Bürogebäudes mit Tiefgarage für rund 28 Millionen Franken.

Die Pensionskasse kann jetzt die weiteren Planungen für die Renovation der Villa und den Neubau an die Hand nehmen. Der Sondernutzungsplan Wiesental wurde vom kantonalen Baudepartement genehmigt und von der Stadt St. Gallen auf den 1. April 2020 in Kraft gesetzt, wie die Pensionskasse der Stadt St. Gallen am Montag in mitteilte.

Die HRS Real Estate AG sei bereits beauftragt worden, die nötigen Unterlagen für ein Baugesuch zu erarbeiten. Die HRS werde als bisherige Eigentümerin und Totalunternehmerin auch für die fachgerechte Renovation der Villa und die Erstellung des neuen Gebäudes verantwortlich sein.

Studien und Marktabklärungen hätten ergeben, dass in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof ein urbanes Hotel mit moderner Innenarchitektur sinnvoller als ein Office-Gebäude wäre. In den vergangenen Jahren sei in der Olma-Stadt der Ruf nach mehr Betten laut geworden. Das neue Hotel mit Tiefgarage soll 2022 eröffnet werden und über rund 100 Zimmer verfügen.

(sda)

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