Infektionskurve flacht ab: 22'789 Infizierte in der Schweiz


Roman Spirig
Schweiz / 08.04.20 17:13

In der Schweiz ist die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen innerhalb eines Tages um 547 auf 22'789 Fälle gestiegen. Die Abflachung der Infektionskurve bestätigt sich.

Die Zahl Neuinfizierter liegt am Mittwoch am dritten Tag in Folge unter 600 (Montag: 552, Dienstag: 590). Nach täglich rund 1000 neu gemeldeten Covid-19-Fälle in den vergangenen Wochen scheint die Kurve der Infizierten in der Schweiz damit abzuflachen. Letzte Woche betrug die Zahl am Freitag 1036, am Samstag 975 und am Sonntag 822.

Der Anstieg ist zwar nicht mehr so stark, die Zahl der Infektionen steigt jedoch weiterhin stetig an. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist die Schweiz eine der höchsten Raten an Neuansteckungen in Europa auf. Die Inzidenzen belaufen sich auf 266 Fälle pro 100000 Einwohner. Bezogen auf die Einwohnerzahl sind die Kantone Tessin, Genf, Waadt und Basel-Stadt weiterhin am stärksten von der Pandemie betroffen.

Die Kantone meldeten am Montag insgesamt 846 Tote, 57 mehr als am Vortag. Dies ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, die sich auf die offiziellen Angaben der Kantone stützt. Das BAG gab am Mittwoch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in seinem Situationsbericht mit 705 an.

Von den Toten waren laut BAG 63 Prozent Männer. Die Altersspanne der verstorbenen Personen betrug 32 bis 101 Jahre. 98 Prozent der Toten litten zuvor an mindestens einer Vorerkrankung. Die drei am häufigsten genannten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck (65 Prozent), Herz-Kreislauferkrankungen (56 Prozent) und Diabetes (29 Prozent).

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Covid-19 beläuft sich bisher insgesamt auf rund 171938 davon fiel das Resultat bei 15 Prozent der Fälle positiv aus.

Die Altersspanne für die laborbestätigten Fälle betrug 0 bis 105 Jahre. Der Median betrug 53 Jahre, das heisst 50 Prozent der Fälle waren jünger, 50 Prozent älter. 47 Prozent der Fälle waren Männer, 53 Prozent Frauen. Erwachsene waren deutlich mehr betroffen als Kinder. Bei Erwachsenen ab 60 Jahren waren Männer häufiger betroffen als Frauen, bei Erwachsenen unter 60 Jahren Frauen häufiger als Männer.

Mindestens 2622 Covid-19-Patienten wurden hospitalisiert. Von den 2265 Personen, von denen Daten vorliegen, hatten 87 Prozent mindestens eine relevante Vorerkrankung. Die drei häufigsten Vorerkrankungen waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.

Bei den hospitalisierten Personen waren die drei am häufigsten genannten Symptome Fieber (67 Prozent), Husten (65 Prozent) und Atembeschwerden (40 Prozent). Ausserdem lag bei 44 Prozent eine Lungenentzündung vor.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Industrie spürt Corona im ersten Quartal
Wirtschaft

Schweizer Industrie spürt Corona im ersten Quartal

Die Coronakrise hat bei der Schweizer Industrie im ersten Quartal deutliche Spuren hinterlassen.

Britischer Premier Johnson kämpft mit Revolte in Affäre um Cummings
International

Britischer Premier Johnson kämpft mit Revolte in Affäre um Cummings

Die Rufe nach einem Rücktritt des britischen Regierungsberaters Dominic Cummings werden immer lauter. Knapp 40 Parlamentarier der Konservativen Partei verlangen bereits, dass Cummings seinen Hut nimmt.

Neue Sport- und Eventhalle in Kriens steht vor nächster Hürde
Regional

Neue Sport- und Eventhalle in Kriens steht vor nächster Hürde

Auf der Traktandenliste der nächsten Krienser Einwohnerratssitzung steht die Verabschiedung der Grundlagen für den Bau der neuen Sport- und Eventhalle Pilatus Arena. In erster Lesung sprach sich der Rat für das Projekt aus. Nun liegt noch eine Einsprache vor, bei welcher keine Einigung erzielt werden konnte.

Japan plant billionenschweres zweites Rettungspaket
Wirtschaft

Japan plant billionenschweres zweites Rettungspaket

Japans Regierung stellt neue Hilfen in Höhe von rund 1,3 Billionen Dollar zur Finanzierung japanischer Unternehmen zur Verfügung. Dies sagte Japans Premierminister Shinzo Abe am Mittwoch.