Italien schafft die Qualifikation frühzeitig


Roman Spirig
Sport / 12.10.19 22:51

Nach der verpassten Qualifikation für die WM 2018 hat sich Italien die Teilnahme an der EM 2020 souverän gesichert. Daheim gegen Griechenland kam der vierfache Weltmeister zum siebten Sieg im siebten Spiel.

Italien schafft die Qualifikation frühzeitig (Foto: KEYSTONE / EPA / ETTORE FERRARI)
Italien schafft die Qualifikation frühzeitig (Foto: KEYSTONE / EPA / ETTORE FERRARI)

Die Italiener taten sich in Rom gegen die defensiv eingestellten Griechen (2:0) lange Zeit schwer. Die Erlösung für die Mannschaft von Roberto Mancini kam in der 63. Minute durch einen von Jorginho verwandelten Handspenalty, bevor Federico Bernardeschi mit einem abgefälschten Schuss in der 78. Minute alles klar machte. Mit 21 Punkten und 20:3 Toren hat die "Squadra Azzurra", die gegen Griechenland in ihren neuen grünen Trikots antrat, eine bislang perfekte Qualifikation gespielt und sich als zweite Mannschaft nach Belgien die Teilnahme für die Endrunde im kommenden Juni gesichert.

Hinter Italien ist die Ausgangslage in der Gruppe J offen. Bosnien-Herzegowina meldete sich dank dem 4:1-Heimsieg gegen Finnland zurück im Rennen um Platz zwei. Der Aargauer Izet Hajrovic wurde für die Bosnier in der 18. Minute eingewechselt und traf kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde zum 1:0. Finnland liegt zwei Punkte vor Bosnien-Herzegowina und Armenien. Die Armenier kamen in Vaduz gegen Liechtenstein nur zu einem 1:1. Yanik Frick, der älteste Sohn von Rekord-Torschütze Mario Frick, sicherte Liechtenstein mit dem 1:1 in der 72. Minute den zweiten Punkt in der EM-Qualifikation.

Spanien muss sich nach dem 1:1 in Norwegen noch etwas gedulden, bevor die Qualifikation definitiv feststeht. Mit fünf respektive sechs Punkten Vorsprung auf Schweden (4:0 in Malta) und Rumänien (3:0 auf den Färöern) ist die Ausgangslage drei Runden vor Schluss aber komfortabel. In Oslo sicherte Joshua King den Norwegern mit seinem verwandelten Penalty in der 94. Minute einen Punkt. Saul Niguez hatte die Spanier kurz nach der Pause mit einem schönen Halbvolley in Führung geschossen.

Mehr als die Torschützen stand aber Spaniens Abwehrchef Sergio Ramos im Blickpunkt: Der 33-jährige Innenverteidiger ist nach seinem 168. Einsatz für den Weltmeister von 2010 alleiniger Rekord-Nationalspieler seines Landes. Er überholte seinen langjährigen Teamkollegen Iker Casillas.

Ramos kann nun eine weitere Bestmarken in Angriff nehmen. Der Andalusier liegt nur noch 16 Partien hinter dem Ägypter Ahmed Hassan zurück, der mit seinen 184 Länderspielen den Weltrekord hält. Seit seinem Debüt für Spanien hat Ramos nicht nur viel gespielt und viel gewonnen (EM 2008 und 2012 sowie WM 2010), sondern für einen Verteidiger auch beeindruckend oft getroffen (21 Mal): Nur neun Spanier haben mehr Tore für die Nationalmannschaft erzielt als der Captain von Real Madrid.

(sda)


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