Kein Schlaf, falsche Schuhe, kein Problem


Roman Spirig
Sport / 09.02.19 07:59

Pat Burgener sicherte sich an den Weltmeisterschaften in Park City seine zweite WM-Bronzemedaille. Der 24-Jährige aus Crans-Montana überzeugte trotz widriger Vorzeichen.

Kein Schlaf, falsche Schuhe, kein Problem  (Foto: KEYSTONE / EPA / GEORGE FREY)
Kein Schlaf, falsche Schuhe, kein Problem (Foto: KEYSTONE / EPA / GEORGE FREY)

Pat Burgener sicherte der Schweiz an den Weltmeisterschaften in Park City einen Medaille in der Halfpipe. Dabei hatte der Walliser sich selber noch am Tag des Wettkampfes nicht als Medaillenanwärter auf dem Plan. "Ich habe so scheisse geschlafen, weil ich die ganze Nacht einen neu geschriebenen Song gehört habe", so Burgener. Zudem beschäftigte ihn auch sein Schuhwerk. "Ich habe mir hier in Salt Lake City noch neue Schuhe gekauft, weil ich mit meinen anderen so unzufrieden war", so der WM-Dritte.

Danach habe ihm natürlich die nötige Zeit gefehlt, seine neuen Schuhe einzufahren. Dabei war Burgener zu Beginn der Saison mit seinem Schuhwerk überaus zufrieden. Trotz gelungenem Saisonstart mit zwei 4. Rängen entschied er sich dann allerdings für ein weicheres Modell. "Das ist wirklich das Dümmste, das ich je gemacht habe. Ab und zu bin ich einfach dumm", fand der passionierte Musiker klare Worte. Zu seinem Glück fand er in Salt Lake City das gleiche Modell, mit dem er zum Beginn der Saison so erfolgreich und zufrieden unterwegs gewesen war. "Aber die sind natürlich immer viel zu hart im Moment. Ich hatte darum eigentlich während des gesamten Wettkampfes kein Gefühl in meinen Füssen."

Umso zufriedener ist Burgener, dass es für ihn doch aufging. In diesen Momenten gehe es einfach darum, all diese Umstände zu verdrängen. "Es passiert alles im Kopf", sagt er. "Du musst dich an diesen Wettkämpfen einfach gut ablenken können." Er greift dafür gerne auf Musik zurück. Dieser Song, den er am Tag vor dem Wettkampf geschrieben hat, trägt den Titel "worried", zu Deutsch besorgt. Im Lied besingt Burgener seine Ängste. Zwar liessen ihn der Song und seine Ängste am Abend vor dem Wettkampf lange nicht los, am Wettkampf-Morgen aber "waren alle Ängste weg". Der Musik sei Dank.

(sda)


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