Keine Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf Krankenkassenprämien


News Redaktion
Schweiz / 09.04.20 06:18

Die Direktorin des Krankenkassenverbandes Santésuisse, Verena Nold, gibt für die neue Prämienrunde 2021 bereits Entwarnung. Zusatzkosten wegen der Coronavirus-Pandemie würden nicht zu einer Erhöhung der Krankenkassentarife führen.

Die Direktorin des Krankenkassenverbandes Santésuisse, Verena Nold, erwartet keine Anhebung der Prämien im kommenden Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)
Die Direktorin des Krankenkassenverbandes Santésuisse, Verena Nold, erwartet keine Anhebung der Prämien im kommenden Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/LUKAS LEHMANN)

Dies erklärte sie in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung LAgefi vom Donnerstag. Es stünden genügend Reserven zur Verfügung, hiess es zur Begründung dieser Aussage.

Derzeit gibt es keine besonderen Befürchtungen für die Prämienrunde 2021, betonte sie. Die Reserven seien solide und gut dotiert, hiess es. Wir sind davon überzeugt, dass sie es ermöglichen werden, die Coronavirus-Krise zu bewältigen, erklärte Nold weiter.

Die Krankenkassen hätten Reserven in Höhe von 8,3 Milliarden Franken aufgebaut, sagte die Direktorin von Santésuisse. Gleichzeitig weist sie daraufhin, dass die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr in der Art festgesetzt werden, wie viele Ausgaben für 2021 erwartet werden und nicht hauptsächlich in der Form, wie viel Geld im Jahr 2020 ausgegeben wurde.

Darüber hinaus sei es noch viel zu früh, um Kostenschätzung im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie vorzunehmen. Einerseits sind Patienten auf Intensivstationen sehr teuer, sagte sie. Andererseits fielen auch wegen verschobenen Arztkonsultationen beziehungsweise aufgrund nicht durchgeführter Operationen zunächst weniger Kosten an.

Allerdings wird es laut Nold bei einem Teil solcher aufgeschobener medizinischer Massnahmen gewisse Aufholeffekte bei den Kosten geben. Diese könnten sogar noch im Jahr 2020 eintreten. Das ist alles eine Frage der Planung und diese dürfte mit grossen Herausforderungen verbunden sein, sagte sie.

(sda)

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