Kraftwerk Göschenen profitiert vom vielen Schmelzwasser


News Redaktion
Wirtschaft / 06.04.20 13:53

Die Kraftwerk Göschenen AG hat im Geschäftsjahr 2018/2019 450 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, fünf Prozent mehr als im langjährigen Mittel. Möglich machten dies die Schneeschmelze und die starken Regenfälle im Sommer.

Der Stausee auf der Göscheneralp war im Sommer gut gefüllt. (FOTO: KW Göschenen AG)
Der Stausee auf der Göscheneralp war im Sommer gut gefüllt. (FOTO: KW Göschenen AG)

Im Winterhalbjahr seien die Zuflüsse in den Stausee Göscheneralp und in der Reuss unterdurchschnittlich gewesen, teilte das Kraftwerk, das der CKW, der SBB und dem Kanton Uri gehört, am Montag mit. Dank den beträchtlichen Schneemengen in den Bergen habe es im Sommer aber intensive Schmelzwasserzuflüsse gegeben. Dazu seien starke Regenfälle gekommen.

Um den Pegel des Göscheneralpsees innerhalb den Grenzwerten halten zu können, musste das Kraftwerk Göschenen AG nach eigenen Angaben ab Mitte Juni bis Mitte August die Stromproduktion stark erhöhen. Zwei Drittel des produzierten Stroms sei auf das Sommerhalbjahr entfallen, teilte das Unternehmen mit.

Schwierig war im letzten Jahr wegen des langen Winters und des vielen Wassers der Bau des neuen Restwasserkraftwerks im Urnerloch bei Andermatt. Das Kraftwerk nahm im November 2019 seinen Betrieb auf. Es nutzt das Restwasser aus der Wasserfassung Urnerloch, das bislang ungenutzt in die Reuss geleitet wurde. Das kleine Kraftwerk produziert Strom für rund hundert Haushaltungen.

Das Kraftwerk Göschenen zahlte dem Kanton Uri im letzten Geschäftsjahr über 7 Millionen Franken Wasserzinsen und Steuern. Zudem liefert es dem Kantonsspital Uri vergünstigten Strom.

(sda)

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