Literatin Erica Pedretti als bildende Künstlerin in Chur zu sehen


News Redaktion
Schweiz / 20.02.20 12:52

Erica Pedretti ist vor allem als Schriftstellerin bekannt und anerkannt. Das Bündner Kunstmuseum zeigt die andere kreative Seite der bald 90-jährigen Autorin: jene der bildenden Künstlerin.

Die Ausstellung
Die Ausstellung "Erica Pedretti. Fremd genug" im Bündner Kunstmuseum in Chur zeigt die Schriftstellerin als bildende Künstlerin. (FOTO: Keystone/Ruedi Lämmler)

Erica Pedretti. Fremd genug, heisst die Präsentation, die bis Anfang Juni in Chur zu sehen ist. Der Titel der Ausstellung ist identisch mit demjenigen eines ihrer literarischen Werke, das 2010 erschien und Stationen im Leben der gebürtigen Tschechin beschreibt.

Gezeigt werden 50 Objekte und gegen 100 Zeichnungen. Realisiert wurde die Schau in Zusammenarbeit mit dem NMB Neues Museum Biel. Dort wurde die Ausstellung vor einem Jahr gezeigt.

In Chur sind die Kunstwerke im Erweiterungsbau des Kunstmuseums ausgestellt. Das seien andere Räume als in Biel. Sie erlaubten andere Blicke auf die Werke Pedrettis, sagte Co-Direktor Stephan Kunz am Donnerstag an einer Medienorientierung. Leicht und spielerisch würden die Werke präsentiert. Die Objekte hängen oder wachsen von unten, sagte Kunz.

Für die Präsentation zeichnen die Künstlerin Katalin Deér und der Architekt Lukas Furrer verantwortlich. Sie haben laut Museumsangaben eine eigene Struktur in den Ausstellungsraum gebaut und so einen speziellen Rahmen für die fragilen Werke geschaffen.

Mit ihren Flügelwesen trat die in Celerina im Oberengadin lebende Erica Pedretti in den 1970-er Jahren erstmals als bildende Künstlerin an die Öffentlichkeit. Daraus entstand dann eine grosse Familie von vogel- oder fischähnlichen Objekten. Hinzu gesellen sich skelettartige Strukturen. Pedrettis zeichnerisches Werk offenbart einen intimen und privaten Charakter.

Die Ausstellung im Bündner Kunstmuseum erhebt den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über das bildkünstlerische Schaffen von Erica Pedretti zu präsentieren. Sie vereint Arbeiten aus allen Schaffenszeiten seit den 1950-er Jahren.

(sda)


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