Lugano - GC: Lugano wie 2017


Roman Spirig
Sport / 26.05.19 00:41

Lugano qualifiziert sich in extremis direkt für die Europa League. Joker Petar Brlek sichert den Tessinern am letzten Spieltag gegen die Grasshoppers mit seinem späten Treffer zum 3:3 den entscheidenden Punkt.

Lugano - GC: Lugano wie 2017 (Foto: KEYSTONE/TI-PRESS / SAMUEL GOLAY)
Lugano - GC: Lugano wie 2017 (Foto: KEYSTONE/TI-PRESS / SAMUEL GOLAY)

Fast wäre der inferiore Absteiger im Tessin doch noch zum ersten Sieg seit dem 25. November letzten Jahres gekommen. Die Grasshoppers lagen gegen das zu Beginn dominante, aber zusehends verkrampfte Lugano bis zur 86. Minute mit 3:2 vorne, ehe Brlek das Heimteam kurz nach seiner Einwechslung mit einem Lucky Punch erlöste. Dank günstiger Umstände - Luzern verlor bei YB 0:4, St. Gallen spielte gegen den FC Zürich 1:1 und Thun gewann in Sitten "nur" 1:0 - reichte der Punkt, um sich den 3. Platz dank der besten Tordifferenz eines schliesslich punktgleichen Quartetts zurückzuerobern.

Wie 2017 spielt Lugano nächste Saison in der Gruppenphase der Europa League. Auch damals hatte eine starke Rückrunde zum Sprung vom 8. auf den 3. Platz verholfen. Prämien von vier Millionen Franken sind der Mannschaft von Fabio Celestini damit gewiss. Celestini wird die Tessiner auch in der kommenden Saison betreuen. Sein auslaufender Vertrag wurde bis Sommer 2021 verlängert, wie der Klub nach dem Happy End bekannt gab.

Vor der letzten Runde hatte Lugano als Tabellenvierter dank dem Abschlussgegner GC die besten Karten für den wertvollen 3. Schlussrang gehalten. In dem von vielen Fehlern geprägten Spiel gegen den abgeschlagenen Absteiger manövrierten sich die Tessiner dann in eine prekäre Lage. Sie gaben zweimal eine Führung preis, für die Armando Sadiku und Mattia Bottani mit ihren Treffern gesorgt hatten, verpassten das 3:1 auf haarsträubende Weise (Bottani dribbelte sich alleine vor Heinz Lindner ins Aus) und gerieten durch zwei Gegentore zwischen der 62. und der 70. Minute ins Hintertreffen. GCs Djibril Diani half dem Heimteam bei dessen verzweifelten Bemühungen schliesslich mit einer Gelb-Roten Karte mit. In Überzahl erlöste Brlek Lugano keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem satten Distanzschuss.

(sda)


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