Luzerner Kantonsspital hat wegen Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet


Roman Spirig
Regional / 08.04.20 16:12

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus und um für einen Patientenansturm gewappnet zu sein, schränken Spitäler ihren Betrieb ein. Nach anderen Spitälern in der Zentralschweiz hat nun auch das Kantonsspital Luzern (Luks) Kurzarbeit für das Personal beantragt.

Luzerner Kantonsspital hat wegen Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Luzerner Kantonsspital hat wegen Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Von den schweizweit über 22000 nachgewiesenen Corona-Infektionen entfallen auf die sechs Zentralschweizer Kantone gut 1000. Spitalbetten, die etwa zulasten von Wahleingriffen für Corona-Patienten bereitgestellt wurden, sind nicht belegt.

Aufgrund der bundesrätlichen Einschränkungen, gemäss denen alle nicht dringlichen Operationen und Behandlungen untersagt sind, stehen einzelne Abteilungen derzeit praktisch still, wie das Luks am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Man habe daher für einzelne Bereiche Kurzarbeit beantragt.

Auch das Kantonsspital Nidwalden hat Kurzarbeit beantragt. Vor allem die Operationskapazitäten hätten stark heruntergefahren werden müssen. In Obwalden klärt das Kantonsspital ab, ob wegen den tiefen Patientenzahlen Kurzarbeit beantragt werden solle. Es müsse indes zuerst noch rechtlich geklärt werden, ob das Spital als Anstalt des öffentlichen Rechts dies überhaupt tun könne, hiess es auf Anfrage.

Zuvor hatten bereits die Kantonsspitäler Zug und Uri sowie das Spital Schwyz Kurzarbeit beantragt, weil etwa in den Bereichen Diagnostik und Sprechstunden Arbeit wegfalle.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Neues Verfahren ermöglicht Serienherstellung von Virenkiller-Mittel
Schweiz

Neues Verfahren ermöglicht Serienherstellung von Virenkiller-Mittel

Ein neuartiger Wirkstoff kann Coronaviren auf Schutzmasken abtöten. Nun wurde an der Hochschule für Life Sciences FHNW ein Verfahren entwickelt, um viele Tonnen dieses Mittels zu produzieren, wie die FHNW am Montag mitteilte.

Beschäftigte fordern Homeoffice als Ergänzung zur Arbeit vor Ort
Schweiz

Beschäftigte fordern Homeoffice als Ergänzung zur Arbeit vor Ort

90 Prozent der Beschäftigten möchten Homeoffice als Ergänzung zur Arbeit vor Ort zulassen. Negativ bewertet werden in einer Umfrage die fehlenden informellen Kontakte und die mangelhafte Ergonomie. Die Gewerkschaften fordern nun zeitgemässe Homeoffice-Regelungen.

Umweltverbände wollen keine Helikopterbasis in Davos
Schweiz

Umweltverbände wollen keine Helikopterbasis in Davos

Die Bündner Umweltorganisationen wehren sich gegen eine geplante Rega-Helikopterbasis in Davos Glaris. Es brauche neben Untervaz und Samedan keine dritte Flugbasis in Graubünden. Der Klimaschutz und der Lärmschutz seien wichtiger.

Volkswagen muss in Diesel-Affäre Schadenersatz zahlen
Wirtschaft

Volkswagen muss in Diesel-Affäre Schadenersatz zahlen

Im VW-Abgasskandal streiten Zehntausende deutsche Diesel-Fahrer vor Gericht um Schadenersatz. Das erste höchstrichterliche Urteil stärkt ihnen den Rücken - und könnte den deutschen Volkswagenkonzern teuer zu stehen kommen.