Luzerner Primarschulhaus wird für 8,6 Millionen sektauglich gemacht


Roman Spirig
Regional / 07.01.20 11:30

Das über 40-jährige Primarschulhaus Ruopigen im Luzerner Stadtteil Reussbühl soll neu als Sekundarschulhaus genutzt werden. Der Stadtrat plant dafür Investitionen von 8,6 Millionen Franken, unter anderem für den Kauf eines Holzmodulbaus.

Luzerner Primarschulhaus wird für 8,6 Millionen sektauglich gemacht (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)
Luzerner Primarschulhaus wird für 8,6 Millionen sektauglich gemacht (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)

Für den Ersatz des alten Pavillons 99 auf der Schulanlage Ruopigen durch einen Occasion-Modulbau beantragt die Stadtregierung dem Grossen Stadtrat 5,6 Millionen Franken. Die Umgestaltung des Primarschulhauses in ein Sekundarschulhaus kostet knapp 3 Millionen Franken; 1,85 Millionen Franken stehen dafür aus einem 2015 gesprochenen Kredit zur Verfügung, 1,125 Millionen Franken soll das Stadtparlament als Zusatzkredit sprechen, wie die Stadt am Montag mitteilte.

Hintergrund der Investitionen in die Schulanlage Ruopigen in Reussbühl sei das erwartete Wachstum der Wohnbevölkerung, erklärte Baudirektorin Manuela Jost gegenüber den Medien. Zudem laufe der Mietvertrag für das Sekundarschulhaus Gasshof in Littau aus.

Die Stadt hatte 2014 die Sekundarschule aus dem schadstoffbelasteten Schulhaus Staffeln in Reussbühl in den Gasshof in Littau verlegt. Der Mietvertrag läuft dort im Sommer 2021 aus. Die Sekundarschule soll ab diesem Zeitpunkt neu im heutigen Primarschulhaus Ruopigen untergebracht werden. Bereits im Sommer 2020 wird die Primarschule von Ruopigen in das neue Primarschulhaus Staffeln ziehen.

Die Stadt hat somit ein Jahr Zeit, um die Schulanlage Ruopigen den Bedürfnissen der Sekundarschule anzupassen und nötigste Sanierungen vorzunehmen. Dabei geht es etwa um den Brandschutz, die Akustik, aber auch die IT-Infrastruktur.

Eine Gesamtsanierung der Schulanlage ist erst in rund zehn Jahren geplant. Grund dafür ist, dass die 1974 bis 1976 erstellte Anlage von Dolf Schnebli im kantonalen Bauinventar als schützenswert eingetragen ist und bauliche Veränderungen damit erschwert sind.

Im Gegensatz zu früheren Annahmen zeigte sich, dass die Sekundarschule in Ruopigen zusätzliche 400 Quadratmeter Schulraum benötigt. Der Stadtrat schlägt deswegen vor, den bestehenden Pavillon 99 der Schulanlage Ruopigen durch einen grösseren Modulbau zu ersetzen.

Der Pavillon 99 ist rund 50 Jahre alt und befindet sich in einem schlechten Zustand. Er könne höchsten noch fünf Jahre genutzt werden, eine Aufstockung sei statisch unmöglich, sagte Jost. Eine Komplettsanierung wäre gleich teuer wie ein Neubau.

Als Ersatz für den Pavillon soll ein 2017 erstellter Bau der Volksschule Basel Stadt gekauft werden. Untergebracht werden sollen dort Fachräume und das Mittagsangebot, Nutzungen die im schützenswerten Hauptgebäude weniger einfach realisiert werden könnten.

Der Grosse Stadtrat soll am 30. Januar 2020 über die Kreditanträge von total 6,7 Millionen Franken befinden.

(sda)


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