Mehr Straftaten in Nid- und Obwalden, weniger in Uri


Roman Spirig
Regional / 25.03.19 15:53

Während die polizeilich registrierten Straftaten in den Kantonen Nid- und Obwalden im vergangenen Jahr zugenommen haben, kann der Kanton Uri einen Rückgang der Straftaten verzeichnen. In allen drei Kantonen nahm die Cyberkriminalität weiter zu.

Mehr Straftaten in Nid- und Obwalden, weniger in Uri (Foto: KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Mehr Straftaten in Nid- und Obwalden, weniger in Uri (Foto: KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Im Kanton Obwalden wurden 67 Betrugsdelikte und damit 31 Prozent mehr als im Vorjahr bearbeitet. Zu vermerken sei hierbei, dass diese Zahl bei weitem nicht alle versuchten und vollendeten Betrugsdelikte im Kanton Obwalden abbilde, schreibt die Kantonspolizei in ihrer am Montag veröffentlichten Kriminalstatistik 2018.

Gerade bei Betrugsversuchen über das Telefon oder das Internet dürfte die Dunkelziffer aufgrund fehlender Anzeigen oder unklarer Ausgangslage sehr hoch sein.

Nidwalden verzeichnete 2018 96 (2017: 83, 2016: 18) Straftaten, welche unter Ausnutzung der Informations- und Kommunikationstechnik oder gegen diese begangen wurden, wie die Kantonspolizei Nidwalden in der ebenfalls am Montag veröffentlichten Kriminalstatistik 2018 schreibt.

In Uri nahm die Zahl der Betrugsdelikte um 65 Prozent auf 38 Straftaten zu. Auch hier hält die Kantonspolizei fest: Die Zunahme sei insbesondere auf neue Betrugsformen im Internet zurückzuführen.

Insgesamt gingen die Straftaten im Kanton Uri um 9 Prozent zurück. Die Polizei erfasste im vergangenen Jahr 950 Delikte. In Nidwalden wurden mit 1508 29 Straftaten mehr angezeigt, Obwalden verzeichnet eine Steigerung der von der Polizei aufgenommenen Delikte um 8 Prozent auf 1337 Delikte.

Im Kanton Uri nahm die Zahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität von 34 auf 11 Delikte ab. Die Polizei erklärt diese Reduktion damit, dass im Vorjahr ein Fall mit zahlreichen Tatbeständen angezeigt werden musste.

Im Kanton Nidwalden nahmen die Delikte gegen die öffentliche Gewalt zu und zwar von 17 auf 39 Straftaten, dafür sanken die Straftaten im Bereich der häuslichen Gewalt von 106 auf 59. In Uri musste die Polizei 12 Mal (Vorjahr: 14) wegen häuslicher Gewalt ausrücken.

Entgegen der nationalen Tendenz nahm im Kanton Obwalden die Zahl der Vermögensdelikte - insbesondere des Diebstahls - wieder zu. Die Polizei registrierte 316 Diebstähle (ohne Fahrzeugdiebstähle). Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in Nidwalden nahmen die Straftaten gegen das Vermögen von 670 im Jahr 2017 auf 730 zu. In Uri hingegen sankt diese Zahl um 16 Prozent auf 458 Delikte.

(sda)


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