Nach dem Nein von Cham: Zuger Gemeinden sollen Vorschläge für Kanti-Standort machen


Roman Spirig
Regional / 17.06.19 12:10

Nach dem Nein des Chamer Stimmvolks zur neuen Kantonsschule im Röhrliberg will die Zuger Regierung die Suche nach einem neuen Standort vorantreiben. Sie bindet die Gemeinden in den Prozess ein. Innert eines Jahres sollen neue Vorschläge auf dem Tisch liegen.

Nach dem Nein von Cham: Zuger Gemeinden sollen Vorschläge für Kanti-Standort machen (Foto: KEYSTONE / CHRISTOF SCHUERPF)
Nach dem Nein von Cham: Zuger Gemeinden sollen Vorschläge für Kanti-Standort machen (Foto: KEYSTONE / CHRISTOF SCHUERPF)

Für den Regierungsrat steht nach wie vor ein Standort in den Gemeinden Risch, Cham oder Hünenberg im Vordergrund. Dieser sei aber nicht alternativlos, wie er am Montag mitteilte.

Ein Ausbau der heutigen Kantonsschule Zug am Lüssiweg oder ein anderer Standort im Raum Zug sei ebenfalls denkbar. Am heutigen System mit Langzeitgymnasium und Kurzzeitgymnasium will die Regierung nicht rütteln.

Weil die Prognosen für die Entwicklung der Schülerzahlen die Notwendigkeit einer neuen Schule untermauern, will die Regierung zügig eine Lösung finden. Dazu nimmt sie die Gemeinden in die Pflicht. Sie sind aufgefordert, innert eines Jahres Vorschläge für einen neuen Kanti-Standort zu präsentieren. Weil es Neueinzonungen nicht immer ganz einfach haben, will die Regierung den Gemeinden für die Standortevaluationen gewisse Kriterien mit auf den Weg geben.

Anschliessend will die Regierung die eingereichten Standorte analysieren und detaillierte Machbarkeiten für einzelne Standorte durchführen. Mit der Bestvariante will sie dem Kantonsrat dann eine Anpassung des Zuger Richtplans unterbreiten. Am Schluss entscheidet also der Kantonsrat. Die Regierung rechnet für den Prozess mit zwei bis drei Jahren.

Im Februar hatte sich das Chamer Stimmvolk knapp gegen eine neue Kantonsschule Ennetsee am Standort Almendhof/Röhrliberg ausgesprochen.

Es lehnte sowohl die notwendige Umzonung als auch einen Standortbeitrag von 20 Millionen Franken ab, den die Gemeinde an den Kanton zahlen wollte.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Maximale Staulänge von 13 Kilometern zu Ferienbeginn am Gotthard
Regional

Maximale Staulänge von 13 Kilometern zu Ferienbeginn am Gotthard

Der Ferienbeginn in einigen Schweizer Kantonen hat zu den erwarteten Engpässen auf der Strasse und an Flughäfen geführt. Die maximale Staulänge am Gotthard betrug am Samstag 13 Kilometer. Der Flughafen Zürich zählte seit Freitag über 310'000 Passagiere.

Benji gewinnt die Rigi und Aeschbacher das Südwestschweizerische
Schwingen

Benji gewinnt die Rigi und Aeschbacher das Südwestschweizerische

Der Sieg am gut besetzen Südwestschweizer Verbandsfest in Leukerbad ging wie erwartet an einen Gast. Der Berner Matthias Aeschbacher bezwang im Schlussgang den Freiburger Lario Kramer.

Boris Johnson offenbart Wissenslücken zu seinem Brexit-Plan
International

Boris Johnson offenbart Wissenslücken zu seinem Brexit-Plan

Grobe Wissenslücken zu seinem Brexit-Plan: Der Favorit im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und britischen Premierministers, Boris Johnson, hat in einem BBC-Interview am Freitagabend zugegeben, wichtige Details nicht zu kennen.

Lauber stellt Revisionsgesuch nach Ausstandsbeschluss im Fifa-Fall
Schweiz

Lauber stellt Revisionsgesuch nach Ausstandsbeschluss im Fifa-Fall

Die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts ist auf ein Revisionsbegehren von Bundesanwalt Michael Lauber nicht eingetreten. Lauber beantragte die Aufhebung der Beschlüsse, mit denen er und zwei Staatsanwälte im Fifa-Komplex in den Ausstand geschickt wurden.