Nidwaldner haben überdurchschnittlich viele Velos und Autos


Roman Spirig
Regional / 16.12.19 09:40

Die Nidwaldner Haushalte besitzen mehr Autos und Velos als der Schweizer Durchschnittshaushalt. Dies zeigt eine Statistik zum Verkehrsverhalten der Bevölkerung.

Nidwaldner haben überdurchschnittlich viele Velos und Autos
Nidwaldner haben überdurchschnittlich viele Velos und Autos

Wie die Baudirektion am Montag mitteilte, sind rund 600 Haushalte dazu befragt worden, wie sich ihre Mitglieder fortbewegen. Ausgewertet wurden die Daten vom Luzerner Statistikamt Lustat.

Nach dem Velo sei das Auto das am weitesten verbreitete Verkehrsmittel, heisst es in der statistischen Publikation. Neun von zehn Haushalten hätten mindestens ein Auto, jeder dritte Haushalt sogar mehrere.

Die Zahl der Autos pro Haushalte ist zwischen 2005 und 2015 von 1,43 auf 1,38 zurückgegangen. Damit lagen die Nidwaldner Haushalte 2015 aber über dem Wert für den Nachbarkanton Obwalden (1,36 Autos pro Haushalt) und der Schweiz (1,16). 90 Prozent der volljährigen Nidwaldner besitzen einen Führerausweis. Kaum eine Rolle spielt in dem Kanton die Mitgliedschaft in einer Autoteil-Organisation.

Die Nidwaldner Haushalte sind aber nicht nur überdurchschnittlich gut mit Autos, sondern auch mit Velos ausgestattet. Besitzt ein Schweizer Durchschnittshaushalt 1,66 Velos, so kommt ein Nidwaldner Durchschnittshaushalt auf 2,08 Zweiräder.

Der Durchschnittsnidwaldner legt 74 Prozent seiner täglichen Distanz im Auto oder auf dem Motorrad zurück. In der Gesamtschweiz und in Obwalden sind es 66 Prozent. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs liegt in Nidwalden bei 18 Prozent, dies gegenüber 24 Prozent in der Schweiz und in Obwalden.

Der Anteil der im Auto oder auf dem Motorrad zurückgelegten Strecken ist seit 2005 aber zurückgegangen, der Anteil des öffentlichen Verkehrs ist dagegen gestiegen, dies vor allem für Fahrten über die Kantonsgrenze. Trotz der Beliebtheit der Velos ist der Anteil des Langsamverkehrs unverändert geblieben.

Wichtigster Verkehrszweck der Nidwaldner ist der Freizeitverkehr, die Etappen werden grossmehrheitlich mit dem Auto oder zu Fuss zurückgelegt. Ein durchschnittlicher Arbeitsweg ist zwölf Kilometer lang, häufigstes Verkehrsmittel ist das Auto. Auch im Einkaufsverkehr dominiere die Automobilität, heisst es in der Studie.

Inklusive Warte- und Umsteigezeiten verbrachte 2015 jeder Nidwaldner und jede Nidwaldnerin 82 Minuten pro Tag im Verkehr. Dies ist weniger als in den anderen Zentralschweizer Kantonen, wo die Werte zwischen 91 Minuten pro Tag (Zug) und 99 Minuten pro Tag (Obwalden) liegen, aber auch weniger als der landesweite Durchschnitt.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Ausgabenbremse soll Formel 1 retten
Sport

Ausgabenbremse soll Formel 1 retten

Die Formel-1-Teams wollen wegen der Coronavirus-Pandemie die bereits beschlossene Ausgabengrenze offenbar weiter senken. Um wie viel, ist jedoch offen.

Medien: Zwei Tote nach Messerangriff in Südostfrankreich
International

Medien: Zwei Tote nach Messerangriff in Südostfrankreich

Bei einem Messerangriff im Zentrum der Stadt Romans-sur-Isère im Südosten Frankreichs sind Medienberichten zufolge am Samstag mindestens zwei Menschen getötet worden. Zur Motivation des von der Polizei festgenommenen mutmasslichen Täters wurde zunächst nichts bekannt.

Kardinal Pell vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen
International

Kardinal Pell vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen

Der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Kardinal George Pell ist überraschend auf freien Fuss gekommen. Das höchste australische Gericht gab am Dienstag dem Berufungsantrag des 78-Jährigen statt.

Bayern München nimmt Training wieder auf
International

Bayern München nimmt Training wieder auf

Der FC Bayern München, Tabellenführer der deutschen Bundesliga, nimmt einem Bericht des "Kicker" zufolge am Montag das Training auf dem Platz wieder auf.