NKB steigert Gewinn erneut und zahlt mehr Dividende


Roman Spirig
Wirtschaft / 23.01.20 11:50

Die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) hat 2019 sowohl den Ertrag als auch den Gewinn gesteigert. Die Aktionäre sollen mit einer höheren Dividenden am Erfolg partizipieren.

NKB steigert Gewinn erneut und zahlt mehr Dividende (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
NKB steigert Gewinn erneut und zahlt mehr Dividende (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Den Reingewinn steigerte die Bank wie im Vorjahr um 1,5 Prozent auf 16,1 Millionen Franken, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

Deshalb soll es mehr Dividende geben. Diese wird auf 60 Franken von 58,75 Franken im Vorjahr erhöht. Der Kanton Nidwalden erhält dabei 9,6 Millionen Franken Dividende und 1,1 Millionen Franken für die Abgeltung der Staatsgarantie.

Der Gewinnanstieg ist den sprudelnden Erträgen zu verdanken. So erhöhte die Hauptertragsquelle, das Zinsgeschäft, trotz anhaltendem Margendrucks den Netto-Erfolg um 2,4 Prozent auf 51,0 Millionen Franken. Die Zunahme ist zum Teil auf die Ausweitung des Volumens aber auch auf die günstige Geldaufnahme bei Banken zurückzuführen.

Von der günstigen Entwicklung in den Anlagemärkten profitierte wiederum das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, dessen Erfolg gar um 10,2 Prozent auf 8,8 Millionen Franken stieg. Der Erfolg im Handelsgeschäft nahm um 4,3 Prozent auf 4,5 Millionen Franken zu.

Nach Abzug des Geschäftsaufwands, der um 4,6 Prozent auf 35,5 Millionen Franken zunahm, resultierte ein Geschäftserfolg von 27,3 Millionen Franken. Das entspricht einer Steigerung von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Einen Wachstum verzeichnet die Bank auch bei den Kundenausleihungen. Diese nahmen um 4,6 Prozent auf 4,14 Milliarden Franken zu, wovon 3,89 Milliarden Franken (+4,7 Prozent) auf Hypothekarforderungen entfielen. Aufgrund dessen und durch den Anstieg der flüssigen Mittel infolge der Erhöhung der Freigrenze für Überschussliquidität der SNB stieg die Bilanzsumme um 10,6 Prozent auf 5,42 Milliarden Franken. Die Kundengelder erhöhten sich weiter um 1,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken.

Ausserdem gab das Institut personelle Änderungen im Bankrat bekannt. Christian Waser gibt sein Amt als Bankratspräsident ab und scheidet aus dem Gremium aus, dem er 18 Jahre - davon die letzten zehn als Präsident - angehört hatte. Als Nachfolger von Christian Waser wählte der Regierungsrat Daniel Bieri zum neuen Bankratspräsidenten. Bieri ist seit 2008 Mitglied des Bankrats und seit 2010 Vizepräsident.

Für die entstandene Vakanz im sechsköpfigen Bankrat wählte der Regierungsrat Alice Rieder für den Rest der Amtsdauer bis 2022. Rieder arbeitet gemäss Mitteilung bei einer schweizweit tätigen Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaft in Luzern. Sowohl Daniel Bieri als Bankratspräsident wie auch Alice Rieder als Mitglied des Bankrats treten ihre neuen Funktionen am 1. Juli 2020 an.

(sda)


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