Nordkorea beschliesst Soforthilfe für abgeriegelte Stadt Kaesong


News Redaktion
International / 06.08.20 10:37

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach der Abriegelung der Grossstadt Kaesong wegen eines Corona-Verdachtsfalls eine Spezialversorgung für die Bewohner angeordnet.

HANDOUT - Von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestelltes Foto von Machthaber Kim Jong Un. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/KCNA/-)
HANDOUT - Von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestelltes Foto von Machthaber Kim Jong Un. Foto: -/KCNA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/KCNA/-)

Bei einer Parteisitzung unter Vorsitz Kims seien neben Organisationsfragen auch epidemiolgische Schutzmassnahmen und die Lage in Kaesong besprochen worden, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag. Bei der Sitzung des Politikbeirats des Zentralkomitees sei am Mittwoch beschlossen worden, sofort Nahrungsmittel und Gelder für die Stadt bereitzustellen, um das Leben ihrer Bürger zu stabilisieren.

Wie kritisch die Situation für die Bewohner der Stadt an der innerkoreanischen Grenze ist, war unklar. In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300 000 Menschen.

Nordkorea hatte Ende Juli eigenen Angaben zufolge wegen des ersten Corona-Verdachtsfalls im Land Kaesong komplett abgesperrt und den Notstand über die Region verhängt. Das Virus sei möglicherweise ins Land eingeschleppt worden, hiess es.

Bei einem ehemaligen Überläufer nach Südkorea, der am 19. Juli illegal über die innerkoreanische Grenze zurückgekehrt sei, seien entsprechende Symptome festgestellt worden. Tests hätten jedoch keine sichere Diagnose ergeben.

Das abgeschottete Land hatte bisher nach eigenen Angaben keine einzige Infektion registriert und seine Abwehrmassnahmen als leuchtenden Erfolg beschrieben. Die Angaben wurden im Ausland bezweifelt.

(sda)


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