Obwaldner Kantonalbank hat 2019 dank gutem Börsenjahr mehr verdient


Roman Spirig
Regional / 18.02.20 15:20

Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat 2019 mehr verdient. Das Zinsengeschäft als klar wichtigster Ertragspfeiler entwickelte sich auch dank der Weitergabe der Negativzinsen leicht positiv, die gute Entwicklung an den Finanzmärkten führte zu hohen Bewertungserfolgen.

Obwaldner Kantonalbank hat 2019 dank gutem Börsenjahr mehr verdient (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
Obwaldner Kantonalbank hat 2019 dank gutem Börsenjahr mehr verdient (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Der Bruttoerfolg von 64,6 Millionen Franken lag um 11,5 Prozent über dem von 2018, wie die OKB am Dienstag mitteilte. Hierzu haben einmalige Ertragspositionen wie Kursgewinne aus Verkäufen und hohe Bewertungserfolge bei den eigenen Finanzanlagen und Handelsbeständen geführt. Die rege Kreditnachfrage kurbelte das Wachstum an.

Dank des Wachstums der Ausleihen stieg der Nettoerfolg im Zinsengeschäft um 0,6 Prozent auf 48,4 Millionen Franken. Gestützt hätten hier Investitionen in die Finanzanlagen und den Handelsbestand, was die Dividenden- und Zinserträge erhöht habe, teilte die Kantonalbank mit. Andererseits hätten die von institutionellen Partnern erhaltenen Negativzinsen den Zinsaufwand deutlich reduziert. Auch bei Privatpersonen seien Negativzinsen zum Tragen gekommen, allerdings nur vereinzelt.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft wie auch aus dem Devisen- und Edelmetallhandel hat sich mit 4,3 Millionen beinahe verdreifacht und auch der übrige ordentliche Erfolg nahm dank des ausgezeichneten Aktienjahres deutlich zu. Die OKB realisierte mit gezielten Verkäufen von Finanzanlagen erhebliche Kursgewinne. Hinzu kamen Bewertungserfolge infolge höherer Börsenkurse.

Der Bruttogewinn kletterte in der Folge um knapp 20 Prozent auf 33,1 Millionen und der Geschäftserfolg um über einen Viertel auf 28,5 Millionen Franken.

Die effektiven Kundengelder schlugen per Ende 2019 mit 2,97 Milliarden Franken zu Buche, entsprechend einem Plus von 2,7 Prozent. Die Kundenausleihungen vor Wertberichtigungen kletterten um 2,9 Prozent auf 3,63 Milliarden. Die Bilanzsumme übertraf mit einem Plus von 8,6 Prozent auf 5,22 Milliarden erstmals die 5-Milliarden-Grenze.

Aufgrund des sehr guten Jahresergebnisses und der komfortablen Eigenmittelausstattung soll die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent erhöht werden. Die OKB will demnach 36 Prozent Dividende pro Partizipationsschein auf dem Nominalwert ausschütten. Der Kanton erhalte damit als Gewinnausschüttung und Abgeltung für die Staatsgarantie mehr als 10 Millionen Franken, teilte die Bank mit.

Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die Bank insgesamt ein gutes, wenn auch eher tieferes Ergebnis. Das Brutto-Zinsengeschäft dürfte trotz des zunehmenden Drucks im Markt - insbesondere im Zusammenhang mit dem Zinsdifferenzgeschäft - gut bis stabil ausfallen, heisst es im Ausblick auf das Jahr 2020.

(sda)


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