Obwaldner Schüler in Sprachen und Mathematik "nur" durchschnittlich


Roman Spirig
Regional / 24.05.19 11:11

Die Obwaldner Schülerinnen und Schüler liegen, was ihre Deutsch-, Englisch- und Mathematikfähigkeiten anbelangt, im Schweizer Durchschnitt. Das Bildungsdepartement erwartet, dass die Leistungen steigen werden, weil die Stundenzahl in den Fächern Deutsch und Mathematik erhöht worden ist.

Obwaldner Schüler in Sprachen und Mathematik nur durchschnittlich (Foto: KEYSTONE/TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI)
Obwaldner Schüler in Sprachen und Mathematik nur durchschnittlich (Foto: KEYSTONE/TI-PRESS / PABLO GIANINAZZI)

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) untersuchte zum ersten Mal die Grundkompetenzen bei den Sprachen und der Mathematik. Getestet wurden die Fächer Deutsch und Englisch am Ende der Primarstufe (2017) und Mathematik am Ende der obligatorischen Schule (2016).

Im schweizweiten Vergleich lägen die Obwaldner Schülerinnen und Schüler im Erreichen der Grundkompetenzen sowohl bei den Sprachen wie auch bei der Mathematik im Landesdurchschnitt, teilte das Bildungs- und Kulturdepartement am Freitag mit. Es weist darauf hin, dass seit den Tests im Rahmen des Lehrplans 21 die Stundenzahlen in Mathematik und Deutsch erhöht worden seien.

Deutsch lesen können 89 (Schweiz 88) Prozent der getesteten Obwaldner Sechstklässler ausreichend. Die Orthografie beherrschen 83 (84) Prozent im geforderten Masse.

Das gesprochene Englisch verstehen können 94 (95) Prozent der Obwaldner Schülerinnen und Schüler. Wenn diese einen englischen Text lesen und verstehen müssen, erreichen 83 (86) Prozent die Grundkompetenzen.

59 Prozent der Obwaldner Jugendliche haben, wenn sie die obligatorische Schulzeit beenden, ausreichende mathematische Kenntnisse. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 62 Prozent. Die Werte zwischen den Kantonen schwanken hier zwischen 43 und 83 Prozent.

Das Bildungsdepartement weist darauf hin, dass sich die mathematischen Kompetenzen der Mädchen und Knaben nicht signifikant unterscheiden würden. Einen bedeutenden Effekt hätten aber die soziale Herkunft, die zu Hause gesprochene Sprache und ein allfälliger Migrationshintergrund. Der Umgang mit diesen Einflussfaktoren sei eine grosse Herausforderung für die Schulen.

(sda)


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