Parlament hat keine Einwände gegen Kraftwerke-Rückkauf in Obwalden


Roman Spirig
Regional / 23.05.19 17:56

Der Deal zwischen dem Kanton Obwalden und Energie, Wasser Luzern (ewl), die künftig die Kraftwerke Obermatt und Arni gemeinsam führen, hat im Parlament kaum für Diskussionen gesorgt. Der Kantonsrat hat am Donnerstag den Bericht zum Rückkauf einstimmig zur Kenntnis genommen.

Parlament hat keine Einwände gegen Kraftwerke-Rückkauf in Obwalden (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Parlament hat keine Einwände gegen Kraftwerke-Rückkauf in Obwalden (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Obwalden als Konzessionsgeber hätte die Möglichkeit gehabt, die Anlagen 2022 vorzeitig zurückzukaufen. Darauf verzichtet der Kanton. Er einigte sich stattdessen mit der bisherigen Betreiberin darauf, Mehrheitsaktionär einer neuen AG zu werden und bezahlt dafür rund 20 Millionen Franken.

Die bisherige Lösung sei eine schlechte gewesen, sagte Baudirektor Josef Hess im Rat. Die Regierung erhoffe sich vom verstärkten Engagement nun mehr Einkünfte. Von den erwarteten Nettoerlösen von jährlich 1 bis 2 Millionen Franken in den nächsten 20 Jahren, erhält der Kanton 60 Prozent.

SP-Vertreter Seppi Hainbuchner fragte im Parlament, ob nachträglich eine Minderheitsbeteiligung der Standortgemeinde Engelberg möglich wäre. Baudirektor Hess sagte, der Kanton wolle nicht mehr auf das Verhandlungsergebnis zurückkommen, das er mit der ewl erzielt habe. Engelberg werde ja bezüglich der Verteilung der Wasserzinsen speziell behandelt, wovon es rund 1 Million Franken erhalte.

Die beiden Kraftwerke produzieren durchschnittlich 139 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Zusammen mit dem Kraftwerk Lungerersee liefern sie mehr Energie, als der Kanton Obwalden verbraucht. Die neue Grundsatzvereinbarung wird ab Juli 2022 umgesetzt.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

US-Ölriese Chevron kündigt grossen Stellenabbau an
Wirtschaft

US-Ölriese Chevron kündigt grossen Stellenabbau an

Der zweitgrösste US-Ölmulti Chevron will angesichts des schwierigen Marktumfelds zahlreiche Arbeitsplätze streichen. Im Rahmen einer strukturellen Neuaufstellung würden ungefähr 10 bis 15 Prozent der Stellen im Konzern wegfallen, teilte Chevron am Mittwoch mit.

Luzerner Gebäudeversicherung schreibt Plus von 33,6 Millionen
Wirtschaft

Luzerner Gebäudeversicherung schreibt Plus von 33,6 Millionen

Die Luzerner Gebäudeversicherung hat ein schadenarmes Jahr hinter sich und schreibt 2019 ein sattes Plus von 33,6 Millionen Franken. Die Gebäudeeigentümer erhalten deshalb für das laufende Jahr einen Prämienrabatt von 30 Prozent.

Deutscher Stadler-Grossaktionär trennt sich von grossem Aktienpaket
Wirtschaft

Deutscher Stadler-Grossaktionär trennt sich von grossem Aktienpaket

Beim Ostschweizer Zugbauer Stadler Rail zieht sich eine Grossaktionärin teilweise zurück: Die deutsche RAG-Stiftung hat etwas mehr als die die Hälfte ihrer Beteiligung zu Geld gemacht.

Obwaldner Kantonsrat will Steuerfuss-Pingpong aus der Welt schaffen
Regional

Obwaldner Kantonsrat will Steuerfuss-Pingpong aus der Welt schaffen

Der Obwaldner Regierungsrat hat für die geplante Streichung eines Artikels im innerkantonalen Finanzausgleich Kritik geerntet. Die Bestimmung hatte zu kuriosen Situationen geführt, als etwa Kerns kurzfristig den Steuerfuss erhöhte, um Finanzausgleichsgeld zu erhalten.