Präsident der SVP Zürich sieht sich als Bauernopfer


Roman Spirig
Regional / 29.03.19 15:41

"Ich bin ein Bauernopfer, trage aber ein Stück weit auch Verantwortung", sagte Konrad Langhart zu seinem Rücktritt als Präsident der SVP Zürich. Der Wunsch nach frischen Köpfen in der Parteileitung sei diese Woche vom Parteivorstand geäussert worden.

Präsident der SVP Zürich sieht sich als Bauernopfer (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)
Präsident der SVP Zürich sieht sich als Bauernopfer (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)

Zur Frage, ob auch SVP-Übervater Christoph Blocher Druck gemacht habe, sagte Langhart: "Herr Blocher hat sicher seinen Einfluss geltend gemacht."

Der Parteipräsident räumt mit Blick auf die Wahlschlappe vom letzten Sonntag durchaus Fehler ein. "Ich wollte die SVP wieder zurück zu den Wurzeln, zur Basis führen. Das ist mir zu wenig gelungen."

Allerdings glaubt er nicht, dass der geschlossene Rücktritt der Parteileitung alle Probleme der SVP lösen werde. Das Image der Partei werde auf nationaler Ebene gemacht.

Ein Stück weit trete er auch aus eigenen Stücken zurück. "Wenn es im Herbst bei den nationalen Wahlen wieder Verluste gibt, kann und will ich nicht die Verantwortung übernehmen." Zudem sei er der falsche Mann, wenn intern ein härteres Auftreten der Partei gefordert werde.

(sda)

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