Roger fast chancenlos: Nadal in Paris erneut zu stark für Federer


Roman Spirig
Sport / 07.06.19 16:30

Roger Federer konnte den Sandkönig nicht entthronen. Im sechsten Duell in Roland Garros verlor er zum sechsten Mal gegen Rafael Nadal, der am Sonntag um seinen zwölften Titel in Paris spielt. In knapp zweieinhalb Stunden verlor Federer 3:6, 4:6, 2:6.

Roger fast chancenlos: Nadal in Paris erneut zu stark für Federer (Foto: KEYSTONE / EPA / SRDJAN SUKI)
Roger fast chancenlos: Nadal in Paris erneut zu stark für Federer (Foto: KEYSTONE / EPA / SRDJAN SUKI)

Es bleibt dabei: Nur zwei Spieler - Robin Söderling 2009 und Novak Djokovic 2015 - haben Nadal am French Open bezwungen. Demgegenüber stehen nunmehr 92 Siege des Mallorquiners, der seine Ausnahmestellung auf dem Pariser Sand auch gegen Federer eindrücklich bewies. Der 37-jährige Basler spielte bei schwierigen Bedingungen mit viel Wind zwischenzeitlich gross auf, etwa im zweiten Satz, als er lange Zeit kaum Fehler machte. Und prompt in dem Moment, als der 37-Jährige die Ballwechsel scheinbar mit mehr Leichtigkeit dominierte, so als hätte er eine Lösung gefunden, schlug Nadal zurück.

Die Vorentscheidung fiel im zweiten Satz beim Stand von 4:4. Federer führte bei eigenem Service 40:0. Er hatte eine gute Serie mit schönen Punkten und smarten Spielzügen hinter sich. Nadal antwortete darauf mit einem Zwischenspurt, entschärfte jeden Angriff des Schweizers und gewann die restlichen neun Punkte dieses Umganges. Damit sanken die Chancen von Federer praktisch auf null. Nur zwei von 222 Matches hat Nadal nach 2:0-Satzführung noch verloren, aber selbstredend keinen auf Sand.

Federer übte in den ersten beiden Sätzen viel Druck aus, liess Nadal nur selten das Tempo bestimmen und tat sein Möglichstes den 33-Jährigen aus der Komfortzone zu holen. Doch der Rekordsieger von Paris fühlt sich auch in der Defensive ausgesprochen wohl. Ihm gelangen spektakuläre Passierbälle und sonstige Befreiungsaktionen. Mit seiner Crosscourt gespielten Rückhand konterte er Federer zahlreiche Male. Mit der 2:0-Satzführung im Rücken war er dann ohnehin nicht mehr zu stoppen. Federer verlor derweil etwas die Konzentration und den Glauben an das fast Unmögliche.

Erstmals seit fünfeinhalb Jahren und fünf Niederlagen gewann Nadal wieder einmal gegen Federer. Die letzten Duelle hatten die beiden auf Hartplatz geführt, wo der Schweizer öfters zu einfachen Punkten, etwa mit dem Service, kam. Auf Sand muss er gegen Nadal für alles Zählbare schwer arbeiten und hohes Risiko gehen. Im ersten Satz unterliefen ihm etwas zu viele Fehler. Er machte den frühen Breakrückstand mit dem 2:3 zwar wett, gab aber gleich darauf seinen Service erneut ab. Auch diese Minuten widerspiegelten den gesamten Matchverlauf. Federer war immer wieder mal nahe dran, aber doch nie richtig auf Kurs.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Berns Rotgrüne feiern Stöckli-Wiederwahl mit Sommaruga
Schweiz

Berns Rotgrüne feiern Stöckli-Wiederwahl mit Sommaruga

Zusammen mit SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga haben Berns Rotgrüne am Sonntag die Wiederwahl von Hans Stöckli (SP) als Ständerat gefeiert. In der Kronenbar in der Altstadt stiessen Sozialdemokraten und Grüne auf das Wahlergebnis an.

Lombardi abgewählt! Tessin erlebt bei Ständeratswahl ein politisches Erdbeben
Schweiz

Lombardi abgewählt! Tessin erlebt bei Ständeratswahl ein politisches Erdbeben

Politisches Erdbeben im Tessin: Der langjährige CVP-Ständerat Filippo Lombardi (CVP) ist abgewählt, und die FDP verliert den Sitz des zurückgetretenen Fabio Abate. Neue Ständeräte sind Marina Carobbio (SP) und Marco Chiesa (SVP).

Mall erhält bei Parkgebühr Schützenhilfe des Gewerbevereins Ebikon
Regional

Mall erhält bei Parkgebühr Schützenhilfe des Gewerbevereins Ebikon

Der Gewerbeverein Ebikon stützt den umstrittenen Entscheid der "Mall of Switzerland", die Parkgebühren zu halbieren. Die Gebührensenkung sei im Sinne eines fairen Wettbewerbs zulässig.

Lüthi verpasst in Valencia Sieg und WM-Rang 2 nur ganz knapp
Sport

Lüthi verpasst in Valencia Sieg und WM-Rang 2 nur ganz knapp

Tom Lüthi sicherte sich zwar im GP von Valencia als Zweiter den vierten Moto2-Podestplatz in Serie, den achten in dieser Saison. Doch der Südafrikaner Brad Binder verteidigte mit seinem dritten Sieg hintereinander zugleich vor dem Berner den 2. WM-Rang.