Rotkreuz: Mobilezone mit Grossakquisition in Deutschland


Roman Spirig
Wirtschaft / 10.05.19 18:30

Die Mobiltelefonkette Mobilezone aus Rotkreuz baut ihr Geschäft in Deutschland mit einer Übernahme aus. Zugekauft wird die SH Telekommunikation Deutschland GmbH (SH) mit 250 Mitarbeitenden.

Rotkreuz: Mobilezone mit Grossakquisition in Deutschland (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)
Rotkreuz: Mobilezone mit Grossakquisition in Deutschland (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER)

Das Unternehmen mit Sitz in Köln ist auf die Vermittlung von Mobil- und Festnetzverträgen spezialisiert, wie es in einer Medienmitteilung vom Freitagabend hiess. Im Geschäftsjahr 2018 habe SH einen Umsatz von 517 Millionen Euro und einen (normalisierten) Betriebsgewinn EBIT von 10,1 Millionen erzielt. Zum Vergleich: Mobilezone kam 2018 auf einen Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Franken.

Der Kaufpreis beträgt gut 75 Millionen Euro. Als Basiskaufpreis bezahlt Mobilezone das 7,4-fache des normalisierten EBIT, also rechnerisch 74,74 Millionen Euro. Dieser Betrag wird je hälftig in eigenen Aktien und in bar entrichtet. Mobilezone liefert somit 4,47 Millionen eigene Aktien, von denen 4 Millionen aus dem genehmigten Kapital geschaffen werden.

Die Finanzierung der Barkomponente wiederum erfolge über Bankdarlehen. Hinzu komme eine zusätzlichen Earnout-Komponente von 3 Millionen Euro.

Gesellschafter von SH sind der Gründer Wilke Stroman und die Haubrich Verwaltungs SE. Stroman werde SH weiterhin als Geschäftsführer leiten und mit der Haubrich Verwaltungs SE als bedeutende Aktionäre zusammen knapp 10 Prozent an der Mobilezone Holding AG halten.

Mit dem Kauf von SH werde Mobilezone zusammen mit der eigenen Marke "www.deinhandy.de" der grösste Online-Reseller für vertragsgebundene Mobilfunkangebote in Deutschland, so die Mitteilung weiter. SH sei im Onlinebereich in den vergangenen drei Jahren um durchschnittlich 15 Prozent pro Jahr gewachsen und habe über die Plattform "www.sparhandy.de" zuletzt einen Umsatz von 147 Millionen Euro erzielt.

Zudem bringe SH seine bestehenden Geschäftsbeziehung mit der ElectronicPartner Gruppe in die Transaktion ein und auch die Beziehungen zu den MEDIMAX-Märkten mit rund 120 Verkaufsstellen seien langfristig gesichert.

(sda)


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