Rund 30'000 Personen im Kanton Schwyz von Kurzarbeit betroffen


News Redaktion
Regional / 07.04.20 15:43

Rund 30'000 Arbeitnehmende sind als Folge der Corona-Krise im Kanton Schwyz von Kurzarbeit betroffen. Insgesamt stellten bislang 3200 Unternehmen Anträge für Kurzarbeit beim Amt für Arbeit. Auch die Corona-Erwerbsersatzentschädigung (CE) des Bundes findet Zuspruch.

Landammann Kaspar Michel präsentierte die aktuelle Entwicklung der Schwyzer Wirtschaft in der Corona-Krise. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Landammann Kaspar Michel präsentierte die aktuelle Entwicklung der Schwyzer Wirtschaft in der Corona-Krise. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Für die neu eingeführte Sozialleistung CE gingen bei der Ausgleichskasse bisher 2059 Anmeldungen ein, wie die Schwyzer Regierung am Dienstag anlässlich einer Medienkonferenz mitteilte. Von der Corona-Erwerbsersatzentschädigung profitieren vor allem Selbständigerwerbende, die ihren Betrieb zwangsschliessen mussten oder wegen des Veranstaltungsverbotes Aufträge verloren.

Gebrauch machen davon können auch Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren, deren Kinderbetreuung wegen des Coronavirus ausgefallen ist oder Personen, die wegen dem Virus in Quarantäne mussten.

Auch die 40 Milliarden Franken, die der Bund in Form von Kreditausfallgarantien zur Verfügung stellt, nehmen Schwyzer Unternehmen in Anspruch. Gemäss Hochrechnungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) haben 1700 Schwyzer Unternehmen Überbrückungskredite im Umfang von geschätzten 325 Millionen Franken erhalten.

Kreditausfallgarantien für Finanzinstitute im Umfang von 50 Millionen Franken gewährt auch der Kanton Schwyz. Die Schwyzer Kantonalbank genehmigte bereits über 700 Kreditgesuche ihrer Kunden und zahlte 80 Millionen Franken aus.

Betroffen seien praktisch alle Branchen, aber unterschiedlich stark. Mit Krediten von rund 20 Millionen Franken macht der Handel bislang den grössten Anteil aus, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe und Baugewerbe mit je 10 Millionen Franken.

Der Kanton bietet zudem die Möglichkeit für Unternehmen, die provisorische Steuerrechnung 2020 an ein erwartetes tieferes Unternehmensergebnis anzupassen. Und er erstreckt die Frist für Anträge um Tarifkorrektur bei der Quellensteuer.

Nicht zulässig sei dagegen eine Sonderrückstellung Corona im Geschäftsjahr 2019. Weitere Massnahmen seien aber in Prüfung.

(sda)

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