Sarnen wird im Finanzausgleich deutlich stärker zur Kasse gebeten


News Redaktion
Regional / 31.01.20 10:10

Die Gemeinde Sarnen wird immer mehr zum Sponsor der anderen Gemeinden: Sie muss für 2019 4,5 Millionen Franken in den Finanzausgleich einzahlen, rund eine Million mehr als 2018. Für Engelberg steigt die Zahlung um 0,1 Millionen Franken auf 1,4 Millionen Franken.

Sarnen muss deutlich mehr in den Finanzausgleich einzahlen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Sarnen muss deutlich mehr in den Finanzausgleich einzahlen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Damit zahlen die Gebergemeinden Sarnen und Engelberg über 5,8 Millionen Franken in den Ressourcenausgleich ein. Pro Einwohner zahlt Sarnen 431 Franken ein, Engelberg 321 Franken. Der Regierungsrat begründet in einer Mitteilung vom Freitag die starke Zunahme der Zahlungen von Sarnen mit dem überdurchschnittlich starken Steuerwachstum im Hauptort.

Neben Sarnen und Engelberg zahlt auch der Kanton in den Ressourcenausgleich ein, und zwar 2,5 Millionen Franken. 2018 hatte der Kanton noch 3,2 Millionen Franken eingezahlt. Der Kanton leistet nur noch bis 2021 Zahlungen, danach muss der Ressourcenausgleich allein von den Gemeinden getragen werden.

Insgesamt beläuft sich der Ressourcenausgleich 2019 somit auf rund 8,3 Millionen Franken. 2018 waren es 8,0 Millionen Franken gewesen, 2017 5,9 Millionen Franken.

Der Ressourcenausgleich hat das Ziel, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinden anzunähern. Nehmergemeinden sind Kerns, Alpnach, Gisiwil und Lungern. Sachseln ist weder eine Nehmer- noch eine Gebergemeinde.

Neben dem Ressourcenausgleich besteht der Obwaldner Finanzausgleich auch noch aus einem Lastenausgleich Bildung und einem Strukturausgleich Bevölkerung. Diese beiden Töpfe werden allein durch den Kanton alimentiert, und zwar mit 1,3 Millionen Franken respektive 1,7 Millionen Franken. Somit zahlt der Kanton insgesamt 5,5 Millionen Franken in den Finanzausgleich ein.

(sda)


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