Schindler-Fabriken in China gemäss CEO wieder voll ausgelastet


News Redaktion
Wirtschaft / 03.04.20 10:29

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler hat die Produktion in China wieder hochgefahren. "Unsere Produktionskapazitäten in China sind wieder zu 100 Prozent ausgelastet", sagte Unternehmenschef Thomas Oetterli gegenüber der NZZ (03.04.2020).

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler fährt die Produktion in China wieder hoch. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler fährt die Produktion in China wieder hoch. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Bei der Beschaffung von Komponenten gebe es keine Engpässe. Alle unsere Lieferanten sind wieder zurück, sagte Oetterli weiter. Die Zulieferer seien mit Anschubfinanzierungen und Vorauszahlungen unterstützt worden und auch den Kunden sei man bei den Zahlungsfristen entgegengekommen und habe bei einigen Rabatte gewährt.

Schindler habe in den vergangenen Wochen in China bereits wieder einige grössere Aufträge gewonnen. Es zahlt sich aus, dass wir als Familienunternehmen nicht den letzten Zehntel der Marge herausquetschen, so der CEO weiter. Die Wiederaufnahme der Bautätigkeit in China stottere jedoch noch etwas.

China ist der erste Markt, der wieder zurückkommt, und er boomt. Schindler hat Werke in den chinesischen Städten Schanghai, Suzhou und Xuchang und erzielte dort im vergangenen Jahr rund 1,55 Milliarden Franken Umsatz, was 14 Prozent des Gruppenumsatzes entspricht.

Insgesamt rechnet Oetterli im laufenden Jahr mit einem langsameren Geschäft. In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen seine Prognose gesenkt und rechnet nun mit einem stabilen bis rund 10 Prozent tieferen Umsatz.

Der Liftbauer sei in allen Weltregionen lieferfähig, betonte der Unternehmenschef weiter. Lediglich in Pune in Indien stehe das Werk still, seit die Regierung vor einer Woche einen landesweiten Shutdown angeordnet habe.

(sda)

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