Spital Einsiedeln und sein Direktor trennen sich


Roman Spirig
Regional / 23.04.19 16:43

Reto Jeger ist ab Anfang Mai nicht mehr Direktor des Spitals Einsiedeln. Der Stiftungsrat teilte mit, er und Jeger hätten entschieden, ihre Zusammenarbeit nicht fortzusetzen.

Spital Einsiedeln und sein Direktor trennen sich (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Spital Einsiedeln und sein Direktor trennen sich (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Grund für die Trennung seien unterschiedliche Ansichten über die Ausrichtung des Spitals, heisst es in der Mitteilung des Stiftungsrats Krankenhaus Maria zum finsteren Wald vom Dienstag.

Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses erfolge im gegenseitigen Einverständnis. Stiftungsratspräsident Markus Hauenstein sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, das Spital brauche für eine erfolgreiche Neupositionierung frischen Wind.

Das Regionalspital mit 85 Betten steht unter Spardruck. Ende März war bekannt geworden, dass eine Fusion mit dem Regionalspital Lachen an Vorbehalten aus Lachen gescheitert ist. Vor einer Woche forderten Angestellte des Spitals in einer Petition einen Entlassungsstopp. Die Forderung der Belegschaft hat nach Angaben von Hauenstein nichts mit der Trennung vom bisherigen Spitaldirektor zu tun.

In der Mitteilung heisst es, dass es dem Spital Einsiedeln nicht gelungen sei, den Ertrag und mit den Personal- und Sachkosten in Einklang zu bringen. Der Stiftungsrat wolle das Spital neu positionieren und einen geeigneten Kooperationspartner finden.

Angaben zu möglichen Kooperationspartnern machte Hauenstein auf Anfrage nicht. Dazu sei Stillschweigen vereinbart worden. Ein Entscheid dazu solle aber in den nächsten Monaten fallen.

Jeger stand dem Spital Einsiedeln seit 2011 als Direktor vor. Er habe sich mit grosser Kraft für die Sicherung des Spitalstandorts eingesetzt und habe die vom Stiftungsrat vorgegebene Vorwärtsstrategie vorangetrieben, schreibt der Stiftungsrat. Das Spital sei baulich erneuert worden. Sowohl die Patientenzahlen als auch die Erträge hätten gesteigert werden können.

Interimistisch übernimmt Stiftungsratsmitglied Urs Birchler die Leitung des Spitals. Birchler war Gesundheitsdirektor des Kantons Zug und Direktionspräsident des Inselspitals Bern. Sein Mandat im Stiftungsrat sistiert er per sofort.

(sda)


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