Stadt Zug will Schulhaus Oberwil für 4,6 Millionen Franken sanieren


Roman Spirig
Regional / 20.05.19 13:07

In der Stadt Zug soll das über hundert Jahre alte Schulhaus Oberwil saniert werden. Der Stadtrat beantragt dem Grossen Gemeinderat einen Baukredit von 4,6 Millionen Franken, damit das im Inventar der schützenswerten Bauten eingetragene Gebäude künftig den heutigen Anforderungen gerecht werde.

Stadt Zug will Schulhaus Oberwil für 4,6 Millionen Franken sanieren (Foto: KEYSTONE /  / )
Stadt Zug will Schulhaus Oberwil für 4,6 Millionen Franken sanieren

Das Schulhaus Oberwil wurde 1912/13 nach Plänen des Architekten Emil Weber realisiert und ist ein typischer Vertreter der im Zuge der Heimatstilbewegung entstandenen Schulhäuser in der Schweiz.

In der Stadt Zug stehen zwei solche Schulhäuser, neben Oberwil das Schulhaus Neustadt I, das unter Denkmalschutz steht. Eine Unterschutzstellung des Schulhauses Oberwil werde angestrebt, schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage.

Das Schulhaus Oberwil wurde 1957 und 1977 teilweise umgebaut und erweitert. Eine Gebäudeanalyse habe gezeigt, dass verschiedene Gebäudeteile das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hätten, schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage an den Grossen Gemeinderat. Eine gesamtheitliche Sanierung sei notwendig.

Der Grosse Gemeinderat hatte im letzten Sommer einen Projektierungskredit von 300'000 Franken genehmigt. Nun muss er über die Ausführung der Sanierung befinden, die insgesamt 4,6 Millionen Franken kosten soll.

Die Erneuerung dürfte rund zwölf Monate dauern. Der Schulbetrieb soll während der Bauzeit in einem Provisorium stattfinden. Die Kosten dafür sind im Baukredit enthalten.

Im sanierten Schulhaus Oberwil wird es drei Primarklassenzimmer und zwei Fachzimmer geben. Dazu kommen weitere Zimmer, etwa Gruppenräume oder Räume für die Lehrer. Die ehemalige Hauswartswohnung wird neu von der Schule genutzt werden: dort soll die Bibliothek untergebracht werden.

Nach der Sanierung werde das Schulhaus weitestgehend den heutigen Anforderungen entsprechen, teilte der Stadtrat mit. Alle Geschosse und Räume seien für Behinderte zugänglich. Das Schulhaus werde räumlich nahezu den Stand des Lehrplans 21 erreichen. Den heutigen Anforderungen entsprechen würden auch Statik, Erdbebensicherheit, Brandschutz sowie die technischen Installationen.

(sda)


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