Stadtluzerner Stimmvolk lässt Metro-Idee sterben


News Redaktion
Regional / 09.02.20 13:38

Die Idee einer Metro in der Stadt Luzern ist vom Tisch. Das Stadtluzerner Stimmvolk hat am Sonntag die "Metro-Initiative" deutlich abgelehnt.

Die Mitglieder des Initiativkomitees
Die Mitglieder des Initiativkomitees "Metro Luzern" drangen mit ihren Argumenten nicht durch: Das Stimmvolk der Stadt Luzern lehnte die Vorlage ab. (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

14216 Stimmberechtigte sagten Nein zur Initiative mit dem Titel Die Metro-Luzern verdient eine Chance. Alles auf den Tisch - Ende Stillstand - In die Zukunft schauen!, 9744 nahmen sie an. Die Stimmbeteiligung betrug 45,8 Prozent.

Die Initiative hatte verlangt, dass die Stadt das Projekt Metro Luzern als Lösungsbeitrag für die Parkplatzprobleme in der Innenstadt und beim Kantonsspital betrachtet und eine Kosten-Nutzen-Nachhaltigkeits-Analyse erarbeitet, die anderen Projekten hätte gegenübergestellt werden können. Auch hätte die Stadtregierung vorsorglich Land für das Projekt sichern sollen. Dazu kommt es nun aber nicht.

Bereits 2014 hatte sich die Stadtregierung für ein anderes Projekt ausgesprochen. Ein überparteiliches Komitee lancierte schliesslich 2018 die Initiative. Unterstützung erhielt die Vorlage von GLP, SVP und FDP.

Das Projekt der Initianten sah ein Parkhaus im Gebiet Reussegg/Ibach nördlich der Stadt Luzern vor. Eine unterirdische Metro sollte dieses an den Schwanenplatz anbinden. Die Privatpersonen, die diese Idee bereits 2013 lanciert hatten, planten auch eine Zwischenstation beim Kantonsspital und eine Weiterentwicklung des Metronetzes ein.

Nicht nur Stadtregierung und Stadtparlament, auch die Kantonsregierung hatte sich gegen die Metro-Idee ausgesprochen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Mehrere Motorradunfälle trotz Appell der Polizeistellen
Schweiz

Mehrere Motorradunfälle trotz Appell der Polizeistellen

Der Aufruf der Polizei zum Verzicht auf Ausflugsfahrten ist nicht überall befolgt worden. So hat allein die Schwyzer Kantonspolizei am Samstag auf ihrem Gebiet mehrere Motorradunfälle mit insgesamt drei Verletzten registriert.

Brennelemente ins Lagerbecken gebracht
Wirtschaft

Brennelemente ins Lagerbecken gebracht

Beim Rückbau des stillgelegten Atomkraftwerks Mühleberg ist Ende März der Reaktordruckbehälter geöffnet worden. Die Brennelemente wurden ins Lagerbecken transferiert.

Wie viel Super League lässt das Coronavirus zurück?
Sport

Wie viel Super League lässt das Coronavirus zurück?

Der Schweizer Profifussball steht wegen des Coronavirus still. Für alle Klubs ist dieser Stillstand ein Verlustgeschäft, die ersten Super-Ligisten befinden sich schon in existenziellen Nöten.

Obwalden schafft zusätzliche Behandlungsplätze im Kurhaus in Wilen
Regional

Obwalden schafft zusätzliche Behandlungsplätze im Kurhaus in Wilen

Um das Kantonsspital im Notfall zu entlasten, hat der Kanton im Nebengebäude des Kurhauses in Wilen in der Gemeinde Sarnen 36 zusätzliche Spitalbetten für Covid-19-Patienten eingerichtet. Obwaldner Hausärzte stehen dort im Einsatz.