Stadtrat Kriens sieht kaum Chance für Öki-Hof-Standort Grüt


Roman Spirig
Regional / 18.02.20 15:22

Der Vorschlag der Krienser FDP, den Öki-Hof von der Technikumstrasse auf die Waldfläche Grüt zu verlegen, ist nach Einschätzung des Stadtrats kaum umsetzbar. Die Stadtregierung empfiehlt deswegen dem Einwohnerrat, die Volksinitiative abzulehnen.

Stadtrat Kriens sieht kaum Chance für Öki-Hof-Standort Grüt (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Stadtrat Kriens sieht kaum Chance für Öki-Hof-Standort Grüt (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

Der Öki-Hof der beiden Luzerner Vorortsgemeinden Kriens und Horw befindet sich heute an der Technikumstrasse in Horw. Vor allem an Samstagen gibt es dort Staus. Die FDP Kriens schlägt deswegen in ihrer Volksinitiative vor, den Öki-Hof näher an die Autobahn zu verlegen.

Als neuen Standort auserkoren hat die FDP die Waldfläche Grüt, zwischen dem Pilatusmarkt und der Autobahn. Die vor 20 Jahren geschaffene Waldfläche solle in die Arbeitszone umgezont werden, als Ersatz solle in der Nähe ein doppelt so grosses Waldstück aufgeforstet werden.

Der Krienser Stadtrat teilte am Dienstag aber mit, dass er die Initiative nicht unterstütze. Er sehe nach Abklärungen bei der zuständigen kantonalen Dienststelle praktisch keine Realisierungschancen. Ein Waldstücke könne nur gerodet werden, wenn es nachweislich keine Alternative gebe.

Der Stadtrat streitet aber nicht ab, dass die heutige Öki-Hof-Situation unbefriedigend sei. Es sei aber bislang nicht gelungen, mit der Gemeinde Horw und der Stadt Luzern eine realisierbare Lösung zu finden. In den letzten Jahren seien nicht weniger als 24 potentielle neue Standorte für die Sammelstelle geprüft worden.

Er bekräftige, dass er sich um eine neue Lösung bemühen werde, teilte der Stadtrat mit. Möglich sei ein Neubau am bisherigen Standort, ein zweiter Standort zur Entlastung oder ein Neubau an einem neuen Standort.

Die Volksinitiative der FDP war von 602 Stimmberechtigten unterzeichnet worden. Nötig sind für das Zustandekommen 500 Unterschriften. Der Einwohnerrat Kriens behandelt die Vorlage im März.

(sda)


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