Sturmtief "Lolita" wütet im Kanton Luzern


Roman Spirig
Regional / 28.01.20 11:04

Das Sturmtief "Lolita" hat heute Vormittag im Kanton Luzern für Verwüstung und Behinderung auf den Strassen gesorgt. Bäume und Baugerüste stürzten um, wegen des Windes war die Strasse zwischen Schwarzenbach und Mosen in Beromünster gesperrt.

Sturmtief Lolita wütet im Kanton Luzern (Foto: Luzerner Polizei)
Sturmtief Lolita wütet im Kanton Luzern (Foto: Luzerner Polizei)
Sturmtief Lolita wütet im Kanton Luzern (Foto: Luzerner Polizei)
Sturmtief Lolita wütet im Kanton Luzern (Foto: Luzerner Polizei)

Auch in anderen Gemeinden sowie auf der Autobahn A14 bei Ebikon kam es zu Verkehrsbehinderungen, wie die Luzerner Polizei mitteilte. In Dagmersellen stürzte eine Tanne um und beschädigte Hausdächer und Fahrzeuge. Über das genaue Schadenausmass können zurzeit noch keine Auskünfte erteilt werden.

Sturm bläst Anhängerzug in Önsingen um

Die Meldung vom umgekippten Lastenzug zwischen den Anschlüssen Niederbipp BE und Oensingen SO ging um 9.31 Uhr ein, wie Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Berichte von Onlinemedien bestätigte.

Die Bergung des Anhängerzuges, der seitlich auf dem Pannenstreifen lag, sei im Gang. Wie lange sie dauert, war offen. Für die Bergung brauche es ein Spezialfahrzeug. Die Normalspur in Richtung Zürich wurde gesperrt. Der Verkehr wurde einspurig auf der Überholspur geführt und stockte deshalb ab Wangen an der Aare BE.

Wie Gribi weiter sagte, gingen zwischen 9.20 und 10.20 Uhr 20 Meldungen ein über umgestürzte Bäume auf den Kantonsstrassen, zwei Bäume fielen auf Autos, die jedoch nicht besetzt waren, so dass keine Verletzten zu beklagen seien. Ein Baum stürzte bei Kriegstetten SO auf die Überholspur der A1. Er konnte laut Gribi bereits entfernt werden.

Das Sturmtief Lolita gehört zu einer Kaltfront, die heute Dienstag über die Schweiz zieht. In vielen alpinen und voralpinen Regionen musste der Bahnbetreib vorübergehend eingestellt werden, namentlich im Jungfraugebiet im Berner Oberland. Auch der Betrieb der Luftseilbahn zwischen Adliswil und Felsenegg war wegen Sturmwinden unterbrochen. Zwischen Sarnen OW und Sachseln OW konnten die Züge der Brünigbahn wegen Hindernissen auf den Gleisen nicht fahren.

Auch der Schiffsverkehr auf dem Genfersee war beeinträchtigt. Zwischen Lausanne-Ouchy und Thonon-les-Bains auf der französischen Seite war der Betrieb wegen der starken Winde eingeschränkt.

Heute Dienstagabend ab 20 Uhr dürfte ein weiterer Regen- und Windzug von Westen her die Schweiz überqueren. Meteoschweiz warnte vor Spaziergängen im Wald und herabstürzenden Ästen.

(sda)


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