Tamedia entschuldigt sich bei Millionenerbe Carl Hirschmann


Roman Spirig
Regional / 23.05.19 14:42

Genugtuung für Millionenerbe Carl Hirschmann: Das Medienunternehmen Tamedia hat sich beim ehemaligen Zürcher Clubbesitzer für die Berichterstattung über ihn im Zeitraum von November 2009 bis Januar 2012 entschuldigt.

Tamedia entschuldigt sich bei Millionenerbe Carl Hirschmann (Foto: KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT)
Tamedia entschuldigt sich bei Millionenerbe Carl Hirschmann (Foto: KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT)

Hirschmann hatte 2011 Klage gegen Tamedia erhoben: Er sei durch mindestens 140 Berichte in Medien der beiden Unternehmen in seiner Persönlichkeit verletzt worden.

2017 hiess das Bundesgericht Hirschmanns Beschwerde wegen Persönlichkeitsverletzung teilweise gut. Das Zürcher Handelsgericht stellte zudem fest, dass Hirschmann wegen der Berichte eine schwere immaterielle Unbill erlitten habe. Es habe ihm dafür eine Genugtuung zugeschrieben, schreibt Tamedia.

Nun folgt die Entschuldigung des Medienhauses. Sie wurde am Donnerstag in der Printausgabe des "Tages-Anzeiger" publiziert, auf dessen Online-Portal sowie in der Pendlerzeitung 20Minuten.

"Tamedia AG entschuldigt sich bei Carl Hirschmann für diese Persönlichkeitsverletzungen", heisst es darin. Es seien teilweise spekulative, vor Gericht nicht belegte Vorwürfe in einer Art verbreitet worden, welche die Unschuldsvermutung missachteten. Mit einer Einigung sei der jahrelange Rechtsstreit jetzt beigelegt worden, schreibt das Medienunternehmen.

Hirschmann bestätigte in einer Mitteilung die Beilegung der Rechtsstreitigkeiten. Er sei zufrieden, "dass sich nach Ringier jetzt auch Tamedia bei mir entschuldigt hat".

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Resolution zu Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gescheitert
International

Resolution zu Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gescheitert

Im US-Repräsentantenhaus ist der Versuch eines demokratischen Abgeordneten gescheitert, den Prozess zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump auszulösen. Trump jubelte umgehend.

Vier Tote in Affoltern am Albis: Ehemann löscht Familie aus
Regional

Vier Tote in Affoltern am Albis: Ehemann löscht Familie aus

In Affoltern am Albis sind vier Tote in einer Wohnung gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass der 53-jährige Ehemann zuerst seine 51-jährige Frau und die Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren tötete und danach sich selber umbrachte.

Ländler-Abig Melchsee-Frutt
Events

Ländler-Abig Melchsee-Frutt

Der Ländler-Abig findet in der atemberaubenden Bergkulisse von Melchsee-Frutt statt. Diverse Ländlerformationen spielen ab 19.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden zum Tanz auf.

Kanton zahlt an Fusion von Hitzkirch und Altwis 2,4 Millionen
Regional

Kanton zahlt an Fusion von Hitzkirch und Altwis 2,4 Millionen

Der Kanton Luzern zahlt 2,4 Millionen Franken an die Fusion der Gemeinden Hitzkirch und Altwis. Die Fusion macht laut dem Regierungsrat Sinn. Die vereinten Gemeinderäte sind mit dem gesprochenen Beitrag einverstanden. Der Zusammenschluss ist 2021 vorgesehen.