Trump droht WHO mit Einfrieren von Beiträgen der USA


News Redaktion
International / 08.04.20 00:48

US-Präsident Donald Trump erhöht in der Coronavirus-Krise den Druck auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Trump drohte bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus, Gelder für die WHO einzufrieren.

US-Präsident Donald Trump will untersuchen lassen, ob die WHO zu sorglos mit der Coronavirus-Pandemie umgegangen ist und zu stark auf China gehört habe. (FOTO: KEYSTONE/AP/Alex Brandon)
US-Präsident Donald Trump will untersuchen lassen, ob die WHO zu sorglos mit der Coronavirus-Pandemie umgegangen ist und zu stark auf China gehört habe. (FOTO: KEYSTONE/AP/Alex Brandon)

Ich sage nicht, dass wir es tun werden. Wir werden es untersuchen und die Beendigung der Finanzierung prüfen, sagte Trump. Er revidierte damit eine nur wenige Minuten zuvor getroffene Aussage, wonach US-Gelder für die WHO auf Eis gelegt werden sollten - was nach einem bereits getroffenen Entscheid klang.

Früher am Dienstag hatte Trump der WHO bereits vorgeworfen, es in der Coronavirus-Pandemie wirklich vermasselt zu haben. Am Abend legte er nach und sagte, wahrscheinlich habe die Organisation zu Beginn der Pandemie mehr gewusst, als sie offengelegt habe. Er warf der in Genf ansässigen Organisation zudem vor, sehr chinazentriert zu sein, und betonte, dass die USA den grössten Anteil zum WHO-Budget leisteten.

Die USA erreichen nach den Worten von Trump womöglich bald den Höhepunkt der Corona-Krise. Trotz einer sehr schmerzhaften Woche seien Hoffnungsschimmer zu erkennen. Er denke, dass die USA vielleicht dabei seien, am Punkt ganz oben auf der Kurve anzukommen. Trump bekräftigte zudem, dass er die Beschränkungen für das Wirtschaftsleben bald wieder aufheben wolle.

Der US-Präsident habe zudem nichts von frühen Warnungen eines ranghohen Beraters vor der Corona-Pandemie gewusst. Ich habe das nicht gesehen, sagte Trump am Dienstagabend im Weissen Haus in Washington. Er habe erst jetzt davon erfahren.

Ein ranghoher Berater des Präsidenten hatte Medienberichten zufolge bereits Ende Januar vor einer Coronavirus-Pandemie gewarnt, in deren Folge Hunderttausende Amerikaner ums Leben kommen könnten.

Zugleich beteuerte Trump erneut, es gehöre zu seiner Rolle, der Gesellschaft in Krisenzeiten gewisse Zuversicht zu vermitteln. Ein Präsident muss ein Cheerleader für sein Land sein.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

46-jähriger Autolenker bei Selbstunfall in Rapperswil-Jona verletzt
Schweiz

46-jähriger Autolenker bei Selbstunfall in Rapperswil-Jona verletzt

Ein 46-jähriger Autolenker hat am Samstagnachmittag in Rapperswil-Jona einen Selbstunfall verursacht. Dabei wurde er unbestimmt verletzt und musste von der Rettung ins Spital gebracht werden. Als Unfallursache steht ein medizinisches Problem im Vordergrund.

Lea Sprunger mit Saisonstart in Oslo am 11. Juni
Sport

Lea Sprunger mit Saisonstart in Oslo am 11. Juni

Lea Sprunger startet bereits am 11. Juni in die Saison.

Erste Kabinettssitzung von Netanjahu und Gantz in Israel
International

Erste Kabinettssitzung von Netanjahu und Gantz in Israel

Wenige Stunden vor Beginn seines Korruptionsprozesses hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag die erste gemeinsame Kabinettssitzung mit seinem neuen Partner Benny Gantz abgehalten. Netanjahu sagte: "Diese Regierung vertritt das ganze Volk Israel."

15 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus
Schweiz

15 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 15 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Montag waren zehn Fälle gemeldet worden, am Sonntag elf und am Samstag 18.