Urner Kantonalbank stellt Gemeinden 500'000 Franken zur Verfügung


News Redaktion
Wirtschaft / 07.04.20 11:08

Die Urner Kantonalbank (UKB) unterstützt die Gemeinden finanziell, wenn sie Projekte zur Attraktivierung ihrer Dörfer haben. Sie stellt für die Jahre 2020 bis 2023 für die Bewältigung des Strukturwandels 500'000 Franken zur Verfügung.

Die Urner Kantonalbank in Flüelen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die Urner Kantonalbank in Flüelen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Die UKB hatte sich bereits im Mai 2019 bereit erklärt, sich finanziell an einem Strukturimpulsprogramm für die Gemeinden zu beteiligen. Zuvor hatte die Bank die Gemeinden mit ihrem Vorhaben, Filialen zu schliessen oder einen Videoservice einzuführen, vor den Kopf gestossen.

Die UKB wolle, dass die Gemeinden weiterhin attraktiv für Einwohner, Unternehmen und Touristen seien, teilte sie am Dienstag mit. Es stünden grosse strukturelle Herausforderungen an, um die Einwohner im Dorf halten und die Dorfkerne beleben zu können.

Im Strukturimpulsprogramm arbeitet die UKB mit der Urner Volkswirtschaftsdirektion und dem Gemeindeverband zusammen. Richtschnur ist die Neue Regionalpolitik (NRP), für die der Bund zusammen mit den Kantonen zuständig ist.

An ein Projekt im Konzeptstadium zahlt die UKB maximal 10000 Franken, an ein Umsetzungsprojekt bis zu 25000 Franken. Ein solcher Beitrag könne ein bedeutendes Puzzleteil sein, um ein Projekt zum Fliegen zu bringen, erklärt Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind in der Mitteilung.

Die UKB ist auch bereit, im Rahmen dieses Impulsprogramms die Wohnraumförderung zu unterstützen, obwohl diese in der NRP nicht vorgesehen ist. Damit solle etwa die Belebung des Dorfkerns unterstützt werden.

Die Mittel werden so lange vergeben, bis die 500000 Franken aufgebraucht sind, längstens aber bis Ende 2024. Anlaufstelle ist der Urner Gemeindeverband.

(sda)

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