Vettel nutzt Vorzüge des Ferrari optimal


Roman Spirig
Sport / 09.06.19 11:52

Sebastian Vettel sicherte sich im Ferrari zum zweiten Mal in Folge die Pole-Position für den Grand Prix von Kanada. Der Deutsche entschied das Duell gegen Lewis Hamilton im Mercedes für sich.

Vettel nutzt Vorzüge des Ferrari optimal (Foto: KEYSTONE / AP / Paul Chiasson)
Vettel nutzt Vorzüge des Ferrari optimal (Foto: KEYSTONE / AP / Paul Chiasson)

Den Angriff auf die im bisherigen Saisonverlauf kaum einzunehmende Festung Mercedes hatten Vettel und sein Teamkollege Charles Leclerc, der am Sonntag von Platz 3 starten wird, schon in den letzten zwei freien Trainings lanciert. Je einmal waren der Deutsche und der Monegasse Erster und Zweiter geworden und hatten sie angedeutet, dass auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Montreal die Vorzüge des Ferrari in Bezug auf das Aerodynamik-Konzept und die Stärke des Antriebs viel besser als etwa zuletzt in Spanien oder Monaco zur Geltung kommen.

Die Trainings haben allerdings auch gezeigt, dass sich die Dominanz von Ferrari auf eine einzelne Runde beschränkte. Über längere Distanzen waren Hamilton und sein Teamkollege Valtteri Bottas klar schneller.

Vettel schaffte im Qualifying die Differenz von zwei Zehnteln im Vergleich mit Hamilton dank der Überlegenheit im letzten Streckenabschnitt, der vorab aus einer langen Geraden besteht. Der Engländer seinerseits vermochte in den ersten zwei Sektoren nicht genügend Vorsprung herauszufahren, um den Deutschen in Schach zu halten.

Bottas wird am Sonntag noch hinter Daniel Ricciardo im Renault und Pierre Gasly im Red Bull lediglich auf Startplatz 6 stehen. Der Finne hatte seinen ersten Versuch im Finale nach einem Dreher abbrechen müssen.

Vorjahressieger Vettel sicherte sich seine insgesamt 56. Pole-Position. Darauf hatte er sehr lange warten müssen. Letztmals von ganz vorne war er im vergangenen Juli in Hockenheim losgefahren. Seither war er in 16 Anläufen stets gescheitert, sich den besten Startplatz zu sichern.

Die zweite Tranche der Qualifikation endete mit einem Unfall von Kevin Magnussen. Der Däne im Haas schlug heftig in der Begrenzungsmauer ein. Der Crash hatte unter anderem für Max Verstappen im Red Bull Folgen. Der Niederländer musste nach Magnussens Missgeschick auf seinen letzten Versuch verzichten und verpasste dadurch das Finale der besten zehn.

Das interne Duell der Fahrer des Teams Alfa Romeo entschied Antonio Giovinazzi für sich. Der Italiener wird am Sonntag auf Startplatz 13 stehen, Kimi Räikkönen, der schon im ersten Teil des Qualifyings hängen geblieben war, auf Position 17.

(sda)


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