Weiterer Wirbel um Bauprojekt von Roger Federer in Rapperswil-Jona


Roman Spirig
Regional / 22.01.20 16:21

Der Verein Rives Publiques hat eine Einsprache gegen ein Baugesuch von Roger Federer in Rapperswil-Jona eingereicht. Die Organisation, die sich gegen verbaute Seeufer einsetzt, ist nicht einspracheberechtigt, die Forderungen werden die Bauherrschaft aber trotzdem erreichen.

Weiterer Wirbel um Bauprojekt von Roger Federer in Rapperswil-Jona (Foto: KEYSTONE / EPA / ROMAN PILIPEY)
Weiterer Wirbel um Bauprojekt von Roger Federer in Rapperswil-Jona (Foto: KEYSTONE / EPA / ROMAN PILIPEY)

Die Arbeiten auf dem Grundstück von Roger Federer am Ufer des Zürichsees in Rapperswil-Jona haben bereits begonnen. In Rapperswil-Jona ist nun ein Baugesuch für eine Altlastensanierung auf der Parzelle öffentlich aufgelegt worden. Die Einsprachefrist lief am 20. Januar ab.

Am Montag teilte die Westschweizer Organisation Rives Publiques, die sich in der ganzen Schweiz für unverbaute Seeufer einsetzt, in einer Medienmitteilung mit, dass sie eine Einsprache eingereicht habe. Darin verlangt der Verein eine Ablehnung des Baugesuchs. Unter anderem geht es um den Gewässerabstand von 20 Metern. Zu den Forderungen gehört, dass keine Anker- Boots- oder Anlegeplätze bewilligt werden und das Seeufer müsse für die Allgemeinheit frei zugänglich sein.

Welche Wirkung hat diese Einsprache? Marco Paganoni, Kommunikationsmitarbeiter des St. Galler Baudepartements, verweist auf eine Verordnung des Bundes, in der die beschwerdeberechtigten Umweltschutzorganisationen namentlich aufgezählt werden. Rives Publiques ist dort nicht aufgeführt. Im Kanton St. Gallen sei das kantonale Verbandsbeschwerderecht zudem schon länger abgeschafft.

Einsprachemöglichkeiten gibt es weiter für Nachbarn. Die Einsprache sei von der früheren St. Galler Kantonsrätin der Grünen aus Rapperswil-Jona, Silvia Kündig, mitunterzeichnet worden. Kündigs Wohnadresse liege einen guten Kilometer entfernt vom Bauplatz, so Paganoni.

Roger und Mirka Federer werden die Forderungen von Rives Publiques aber auf jeden Fall erhalten. Das Verfahren laufe so ab, dass die Stadt Rapperswil-Jona alle eingegangenen Einsprachen der Bauherrschaft vorlege, die dann dazu Stellung nehmen könne. Anschliessend geht alles zurück an die Gemeinde. Die Berechtigung einer Einsprache wird erst im nächsten Schritt überprüft.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Tankstellen-Mitarbeiter stellen Dieb in der Stadt Zürich
Regional

Tankstellen-Mitarbeiter stellen Dieb in der Stadt Zürich

Angestellte einer Tankstelle in der Stadt Zürich haben am Freitagmorgen einen Dieb bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der 20-Jährige hatte kurz zuvor einer Kundin der Tankstelle die Handtasche aus dem Auto gestohlen.

Leistungssteigerung reicht Sion nicht zum Sieg gegen Luzern
Sport

Leistungssteigerung reicht Sion nicht zum Sieg gegen Luzern

Das Warten des FC Sion geht weiter. Auch das elfte Meisterschaftsspiel in Folge endet für die Walliser ohne Sieg. Gegen Luzern unterliegt Sion daheim 0:2.

Jason Joseph mit starkem Saisoneinstieg
Sport

Jason Joseph mit starkem Saisoneinstieg

Jason Joseph überzeugt beim Meeting in Luzern in seinem ersten Rennen in dieser Saison. In 13,47 Sekunden über 110 m Hürden bleibt er lediglich acht Hundertstel über dem eigenen Schweizer Rekord.

Eine Million Franken für den St. Galler Tourismus
Regional

Eine Million Franken für den St. Galler Tourismus

Der Kanton St. Gallen will den Sommertourismus in der Ostschweiz wegen der Coronaausfälle mit einer Millionen Franken ankurbeln. Unter anderem profitieren die vier Tourismusorganisationen. Zudem kostet die Gästekarte "Oskar" die Hoteliers bis Ende Dezember nichts mehr.