Xamax - Luzern: Kräftiges Lebenszeichen von Schlusslicht Xamax, herbe Enttäuschung für Luzern


Roman Spirig
Sport / 10.02.19 18:55

Im ersten Spiel unter dem zum Cheftrainer aufgestiegenen Stéphane Henchoz erringt Neuchâtel Xamax seinen dritten und beeindruckendsten Sieg der Saison. Die Neuenburger besiegen daheim Luzern 2:1.

Xamax - Luzern: Kräftiges Lebenszeichen von Schlusslicht Xamax, herbe Enttäuschung für Luzern  (Foto: KEYSTONE / VALENTIN FLAURAUD)
Xamax - Luzern: Kräftiges Lebenszeichen von Schlusslicht Xamax, herbe Enttäuschung für Luzern (Foto: KEYSTONE / VALENTIN FLAURAUD)

Die Voraussetzungen, die Jagd auf die vorletzten Grasshoppers zu starten, waren für die Xamaxiens besonders für die Offensive nicht gut. Der sichere Wert Charles-André Doudin war verletzt, und kurzfristig fiel auch noch Geoffrey Tréand, ein weiterer Fixstarter, verletzt aus.

Aber die Leistung, die die Neuenburger ab Spielbeginn ablieferten, war viel besser, als man es von der Roten Laterne hatte erwarten können. Nach 25 Minuten rutschte Kemal Ademi vor dem Tor in eine steile Freistoss-Flanke von Max Veloso, und nach 40 Minuten traf Raphael Nuzzolo, jetzt elffacher Torschütze in dieser Meisterschaft, mit einem satten, platzierten Flachschuss aus 20 Metern. Die beiden Tore waren hochverdient.

Beeindruckender war indessen - das Lob gilt für die ersten 65 Minuten - die solide Leistung in der Defensive. Henchoz hatte beim Amtsantritt gesagt, dass die hauptsächliche Schwäche im Spiel ohne Ball liege - dass man dem Gegner zu viele Möglichkeiten und Freiheiten zugestehe. Zumindest im Match gegen Luzern hat sich die Schwäche für lange Zeit in eine Stärke verwandelt. Für seinen Plan, die auf einer Dreier- respektive Fünferabwehr basierende Defensive zu stabilisieren, kam Henchoz auch der Einsatz von Leihspieler Geoffroy Serey Die zupass. Der Ivorer spielte vor der Abwehr und fing vieles ab. Nicht nur dies. Er narrte die Luzerner Abwehr und legte Nuzzolo den Ball vor dem 2:0 auf.

Neuchâtel Xamax ist aber die Mannschaft, die im Herbst am meisten Führungen und unentschiedene Spielstände aus der Hand gegeben hatte. Diese Schwäche, die mit einer geistigen Müdigkeit zusammenhängen kann, offenbarten die Neuenburger auch im Match gegen Luzern. Nach der 65. Minute schlichen sich vorher nicht gesehene Fehler ein. Noch bevor Marvin Schulz auf Vorarbeit von Ruben Vargas nach 80 Minuten verkürzte, hatte Goalie Laurent Walthert mit tollen Paraden zwei sicher scheinende Tore verhindert.

Luzern hat in der bisherigen Saison den Neuenburgern zwei der drei Siege ermöglicht. Die Leistung der Mannschaft von Trainer René Weiler war enttäuschend. Weiler hat keine Wahl, als für den nächsten Match auf die letzten halbe Stunde abzustützen, in der sich seine Spieler vehement gegen die Niederlage auflehnten. Die Bemühungen wurden weiter erschwert, als Simon Grether in der 84. Minute wegen eines taktischen Fouls die zweite Verwarnung bekam und vom Platz gestellt wurde.

(sda)



  • FCL-Trainer René Weiler im Interview mit Central Reporter Sepp Odermatt: "Wir waren schlecht wie das Wetter"

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Obwaldner Kantonalbank hat 2018 operativ etwas weniger verdient
Regional

Obwaldner Kantonalbank hat 2018 operativ etwas weniger verdient

Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018 operativ etwas weniger verdient. Das Zinsengeschäft als klar wichtigster Ertragspfeiler entwickelte sich zwar leicht positiv, die negative Entwicklung an den Finanzmärkten belastete aber das Ergebnis.

Immer mehr Menschen wohnen im Kanton Schwyz
Regional

Immer mehr Menschen wohnen im Kanton Schwyz

Ende 2018 haben im Kanton Schwyz 157'851 Menschen gelebt. Das sind 2073 oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die grösste relative Bevölkerungszunahme verzeichnete die Gemeinde Morschach, sie wuchs um 5,6 Prozent.

Mit 120 km/h durch Ebikon gedonnert - Polizei nimmt Raser fest
Regional

Mit 120 km/h durch Ebikon gedonnert - Polizei nimmt Raser fest

Die Luzerner Polizei hat am frühen Sonntagmorgen in Ebikon einen Raser gestoppt, der mit 120 km/h über die Luzernerstrasse donnerte. Erlaubt gewesen wären 50 km/h. Die Polizisten nahmen den 25-Jährigen fest, entzogen ihm den Führerausweis und stellten sein Auto sicher, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Zwei Bundesräte werben für die AHV-Steuervorlage
Schweiz

Zwei Bundesräte werben für die AHV-Steuervorlage

Abschaffung der Steuerprivilegien für Statusgesellschaften, neue Erleichterungen für alle Firmen und 2 Milliarden Franken für die AHV: Für die AHV-Steuervorlage (STAF), die am 19. Mai an die Urne kommt, haben am Montag gleich zwei Bundesräte die Werbetrommel gerührt.