Xamax schafft die Sensation vom Brügglifeld - Aarau im Tränental


Ladina Meyer
Sport / 02.06.19 19:17

Die Barrage um den freien Platz in der Super League hat die wohl wundersamste Wende im Schweizer Fussball gebracht - und eine riesige Sensation: Aarau gewann bei Neuchâtel Xamax 4:0, verlor aber daheim 0:4 - und schliesslich 4:5 im Penaltyschiessen.

Xamax schafft die Sensation vom Brügglifeld - Aarau im Tränental (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ)
Xamax schafft die Sensation vom Brügglifeld - Aarau im Tränental (Foto: KEYSTONE / CHRISTIAN MERZ)

Trotz des 4:0-Sieges im Hinspiel in Neuenburg wird für den FC Aarau also nichts mit der Rückkehr in die Super League nach vier Jahren. Aarau verlor das Rückspiel daheim mit dem gleichen Resultat. Auch in der Verlängerung fiel die Entscheidung in diesem dramatischen Match nicht. Die Neuenburger setzten sich im Penaltyschiessen mit 5:4 durch.

Mit Toren von Geoffroy Serey Die auf Foulpenalty, Marcis Oss und Kemal Ademi wendeten die Neuenburger das Blatt schon in der ersten Halbzeit zu drei Vierteln. Geoffrey Tréand schoss nach 72 Minuten das 4:0. In der 89. Minute vergab Marco Schneuwly für Aarau eine riesige Chance, als er den Ball aus kürzester Distanz über die Latte schoss. In Penaltyschiessen war der allererste (Fehl-)Versuch - Elsad Zverotic scheiterte am Neuenburger Goalie Laurent Walthert - schon der entscheidende. Die Neuenburger versenkten alle fünf Penaltys, den letzten verwertete die Basler Leihgabe Serey Die.

Ein riesiger Erfolg ist der Ligaerhalt der Neuenburger für Trainer Stéphane Henchoz. Er hatte die Mannschaft im Februar in einer misslichen Lage - vier Punkte betrug der Rückstand auf den Zweitletzten GC - übernommen. Henchoz Zeit am Neuenburgersee ist jetzt abgelaufen. Ab Juli wird der Sion trainieren.

Im Aarauer Brügglifeld war alles parat für die Feier. Der FCA würde nach vier Jahren in die höchsten Spielklasse zurückkehren, das war so gut wie sicher. Die Aussichten für die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen waren noch umso günstiger, als der Neuenburger Goalgetter Raphaël Nuzzolo nach der Spuckattacke gegen den Schiedsrichter gesperrt war. Aber es kam alles ganz anders. Für die Neuenburger war das 0:4 in der Maladière ein Albtraum-Erlebnis gewesen, für die Aarauer war es das Rückspiel auf die gleiche Art.

Da im Prinzip nur in der in dieser Saison wiederaufgenommenen Barrage Schweizer Duelle mit Hin- und Rückspielen ausgetragen werden, muss man auf Meisterschafts- oder Cupspiele zurückgreifen, um auf eine ähnlich spektakuläre Wende zu stossen. Hier bietet sich der legendäre Cup-Halbfinal im März 2004 zwischen GC und Zürich an. Der FCZ führte im Hardturm nach 83 Minuten 5:2 und verlor schliesslich 5:6 nach Verlängerung.

(sda)


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