YB - Luzern: Keine Geschenke für Luzern vom Meister


Roman Spirig
Sport / 26.05.19 00:48

Dem FC Luzern ist der 3. Platz am letzten Spieltag der Super League entglitten. Die Zentralschweizer verloren bei den Young Boys 0:4 und mussten den direkten Europa-League-Platz Lugano überlassen. YB-Captain Steve von Bergen erlebte einen märchenhaften Abschied.

YB - Luzern: Keine Geschenke für Luzern vom Meister (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)
YB - Luzern: Keine Geschenke für Luzern vom Meister (Foto: KEYSTONE / PETER KLAUNZER)

Beim Meister, der sich vor der Partie vom abtretenden Captain Steve von Bergen sowie von Kevin Mbabu, Loris Benito, Thorsten Schick und dem bereits im Winter weitergezogenen und in Bern weilenden Sékou Sanogo verabschiedete, erhielt die dank vier Siegen aus den vorangegangenen sechs Spielen auf den 3. Platz vorgerückte Mannschaft von Thomas Häberli wie erwartet keine Geschenke. YBs Trainer Gerardo Seoane nominierte bis auf eine Ausnahme - Nicolas Moumi Ngamaleu wich für Schick - seine beste Elf, die mit der Pokalübergabe vor Augen auch im Stile des dominanten Meisters auftrat, der sie ist. Die Berner liessen hinten so gut wie nichts zu und spielten den Gegner vorne wiederholt schwindlig.

Weil sich Lugano gegen GC einen Punkt erzitterte und Thun in Sitten gewann, rutschte Luzern noch auf den 5. Platz ab. Sie Zentralschweizer müssen damit nächste Saison drei Qualifkationsrunden überstehen, wollen sie erstmals in der Gruppenphase der Europa League spielen.

Auf der anderen Seite flossen zum Abschluss einer rekordreichen Saison Freudentränen. Als Torschütze zum 4:0 erlebte Steve von Bergen einen fast schon kitschigen Abschied. Der Captain traf in der 75. Minute nach einem Freistoss von Christian Fassnacht zum ersten Mal für YB und zum erst dritten Mal in seiner Karriere.

Den Führungstreffer vor 31'120 Zuschauern im Stade de Suisse hatte Guillaume Hoarau in der 27. Minute nach einem Freistoss von Ulisses Garcia mit einem Kopfball aus knapp elf Metern erzielt. Es war der 24. Saisontreffer - der neunte per Kopf - des Franzosen, der sich mit 35 Jahren erstmals zum Torschützenkönig der Super League kürte. Ausserdem trugen sich Christian Fassnacht und Nicolas Moumi Ngamaleu unter die Torschützen ein. Dazu hämmerte Jean-Pierre Nsame den Ball beim Stand von 1:0 an die Latte.

(sda)


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