Zehntausende demonstrieren mit Greta Thunberg in Hamburg


News Redaktion
International / 21.02.20 18:55

Bei einer Grosskundgebung des Bündnisses Fridays for Future haben in Hamburg zehntausende Menschen mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg für einen energischeren Kampf gegen die Erderwärmung demonstriert. Die 17-Jährige lief an der Spitze des Zuges mit.

Greta Thunberg am Fridays-for-Future-Marsch in Hamburg. (FOTO: KEYSTONE/AP/Axel Heimken)
Greta Thunberg am Fridays-for-Future-Marsch in Hamburg. (FOTO: KEYSTONE/AP/Axel Heimken)

Die Veranstalter sprachen von rund 60000 Teilnehmern, die Polizei von 20000. Die Demonstranten zogen durch die Hamburger Innenstadt. Auf der Schlusskundgebung am Millerntorplatz stand auch eine Rede Thunbergs auf dem Programm. Auf Transparenten war unter anderem zu lesen: Wir streiken bis ihr handelt und The earth is on fire.

Die insbesondere von jungen Menschen getragene Klimaschutzbewegung Fridays for Future hatte die Protestveranstaltung mit Blick auf die Hamburger Bürgerschaftswahl am Sonntag organisiert. Musiker und Künstler, darunter die Hamburger Hip-Hop-Band Fettes Brot, engagierten sich ebenfalls. Es ist für uns eine grosse Ehre dabei zu sein, sagte ein Bandmitglied.

Fridays for Future fordert von dem neuen Senat einen deutlich energischeren Kampf gegen den Klimawandel. Hamburg könne zur Klimahauptstadt werden, schrieb deren führende deutsche Aktivistin Luisa Neubauer am Freitag auf Twitter. Dafür brauche es eine Regierung, die anfängt, Zukunft zu gestalten.

Die Demonstration begann mit einer Schweigeminute für die Opfer des rassistischen Anschlages von Hanau, bei dem ein 43-Jähriger am Mittwochabend neun Menschen mit Migrationshintergrund in einer Bar und einem Café erschoss, bevor er vermutlich seine Mutter und sich selbst tötete. Die Tat sorgt Deutschland-weit für Bestürzung.

Wegen der allgemeinen Gefahr rechtsextremer Anschläge verschärfte die Hamburger Polizei ihre Schutzmassnahmen für die Demonstration.

Die Klimaschutzbewegung und insbesondere Thunberg selbst, die weltweite Proteste junger Leute inspiriert, werden in rechten Kreisen massiv angefeindet. Zudem engagiert sich die Fridays-for-Future-Bewegung immer wieder auch im Kampf gegen Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus.

Hamburg ist eine Hochburg von Fridays for Future. Die dort organisierten Klimaproteste gehören üblicherweise zu den grössten in ganz Deutschland. In den vergangenen Monaten kamen in der Hansestadt unter anderem schon einmal 100000 und 50000 Teilnehmer zusammen. Auch Thunberg war vor einem Jahr schon einmal bei einem Protestzug in Hamburg dabei.

(sda)


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