"Zu gut für mich"


Roman Spirig
Sport / 30.05.19 17:19

Henri Laaksonen war in der 2. Runde des French Open gegen Novak Djokovic chancenlos. Der Schaffhauser unterlag in 95 Minuten 1:6, 4:6, 3:6.

Zu gut für mich (Foto: KEYSTONE / EPA / SRDJAN SUKI)
Zu gut für mich (Foto: KEYSTONE / EPA / SRDJAN SUKI)

Laaksonen spielte erst zum fünften Mal gegen einen Top-10-Spieler und zum ersten Mal gegen eine Nummer 1. Selten bekommt der 27-jährige Davis-Cup-Spieler die Möglichkeit, sich auf der ganz grossen Bühne zu präsentieren. Am Donnerstag spielte er vor 10'000 Zuschauern im zweitgrössten Stadion der Anlage. Nach einem harzigen Start und einem ersten Satz, den er in nur 23 Minuten abgab, zeigte Laaksonen phasenweise seine Qualitäten. Vom Exploit war er aber weit entfernt. "Er war zu gut für mich", resümierte der Schweizer mit finnischen Wurzeln trocken. "Ich habe mir aber nichts vorzuwerfen. Ich habe alles gegeben."

In erster Linie mit der Vorhand konnte Laaksonen einige schöne Punkte gewinnen. Im zweiten Satz gelang ihm sein einziges Break zum 3:3. Die Weltnummer-104 hatte seine starken Momente, in denen er Druck machte. Seine Risikobereitschaft wurde aber nicht immer belohnt. Es schlichen sich etwas zu viele Fehler in sein Spiel ein, um Djokovic über längere Zeit zu fordern. Der Serbe konnte auf das Aufbegehren des Aussenseiters immer umgehend reagieren.

Er habe mit dem Vorstoss in die 2. Runde das Maximum erreicht, analysierte Laaksonen das Turnier. Er schaffte mit etwas Glück die Qualifikation für das Haupttableau und überstand dann zum erst zweiten Mal in seiner Karriere dank dem souveränen Sieg gegen den Spanier Pedro Martinez eine Runde bei einem Major. Neben einem Check von 64'000 Euro nimmt Laaksonen aus Paris auch 45 Weltranglisten-Punkte mit, die ihn zurück in die Top 100 bringen. Sein nächstes Turnier bestreitet er Mitte Juni auf der Challenger-Tour in Bratislava.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Ibiza Boaty Dance
Events

Ibiza Boaty Dance

Die 2. "Ibiza Boaty Dance" auf dem Zürichsee wird gestartet. Wie beim ersten Mal erwarten euch viele Überraschungen und Top DJ's.

Das Canyoning-Unglück im Saxetbach wühlt auch heute noch auf
Schweiz

Das Canyoning-Unglück im Saxetbach wühlt auch heute noch auf

Vor 20 Jahren erschütterte ein schweres Canyoning-Unglück im Berner Oberland die Welt. Im Saxetbach wurde eine Gruppe abenteuerlustiger junger Touristen mit ihren Guides von einer Flutwelle überrascht. 21 Menschen kamen ums Leben.

Entschieden: Roger Federer zieht nach Rapperswil-Jona
Sport

Entschieden: Roger Federer zieht nach Rapperswil-Jona

Tennis-Star Roger Federer zieht nach Rapperswil-Jona. Der 37-Jährige hat ein Grundstück in der Kempratner Bucht am Zürichsee gekauft. Der Stadtpräsident der zweitgrössten Stadt im Kanton St. Gallen ist begeistert.

Lugano verpflichtet NHL-Center Spooner
Sport

Lugano verpflichtet NHL-Center Spooner

Der HC Lugano hat sich im Hinblick auf die kommende Saison die Dienste von Ryan Spooner gesichert. Der 27-jährige Center stösst mit einem Einjahresvertrag aus der NHL von den Vancouver Canucks ins Tessin.